Panorama

Behörden: 131 Tote und 513 Verdachtsfälle bei Ebola-Ausbruch

Die Fallzahlen bei einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda schnellen in die Höhe. Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst.

Von dpa

19.05.2026

Im Kongo steigt die Zahl der Ebola-Fälle rasant an.Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa

Im Kongo steigt die Zahl der Ebola-Fälle rasant an.Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa

© Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa

Bei einem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda gibt es nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums inzwischen 513 Verdachtsfälle und 131 vermutete Todesfälle. Es benötige jedoch weitere Untersuchungen und Labortests, um die Zahlen zu bestätigen, sagte Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba im kongolesischen Staatsfernsehen.

Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudämmen. Dennoch forderte die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC die internationale Gemeinschaft auf, zunächst von Reisebeschränkungen abzusehen. Das benachbarte Ruanda hat seine Grenze zum Osten des Kongo bereits geschlossen.

Ausbruch begann wohl im April

Der Ebola-Ausbruch begann laut Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche in der nordöstlichen Provinz Ituri, die an Uganda und den Südsudan grenzt, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet. Es handelt sich um den insgesamt 17. Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976. Nur zweimal zuvor hat es laut Africa CDC Ausbrüche der Bundibugyo-Variante gegeben.

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch der Zaire-Variante in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.

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