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Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt

Eine 275 Meter hohe Landmarke verschwindet: In Ibbenbüren wird der Rest des ehemaligen RWE-Kraftwerkes gesprengt. Eine andere Firma steht bereits in den Startlöchern.

Von dpa

22.02.2026

Kühlturm rechts und Kesselhaus links wurden im April 2025 gesprengt. Jetzt ist der Schornstein in der Mitte an der Reihe. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

Kühlturm rechts und Kesselhaus links wurden im April 2025 gesprengt. Jetzt ist der Schornstein in der Mitte an der Reihe. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

© Friso Gentsch/dpa

In Ibbenbüren fällt am Sonntag (gegen 11.00 Uhr) die letzte bis nach Niedersachsen sichtbare Landmarke des ehemaligen Steinkohlekraftswerks von RWE. Nach der Sprengung von Kühlturm und Kesselhaus im April 2025 ist jetzt der 275 Meter hohe Schornstein an der Reihe. Seit 2023 ist die Hagedorn Unternehmensgruppe Eigentümerin des Geländes im nördlichen Westfalen. Die Altlasten- und Sanierungsfirma will das Grundstück im Sommer 2026 Amprion übergeben. Der Übertragungsnetzbetreiber will in Ibbenbüren eine Konverterstation bauen, über die in Zukunft Windstrom von den Offshore-Anlagen in der Nordsee ins nordrhein-westfälische Stromnetz eingespeist wird.

Vor rund zehn Monaten fiel der Kühlturm bei der letzten Sprengung in Ibbenbüren, jetzt ist der Schornstein an der Reihe. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

Vor rund zehn Monaten fiel der Kühlturm bei der letzten Sprengung in Ibbenbüren, jetzt ist der Schornstein an der Reihe. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

© Friso Gentsch/dpa

Damit Amprion im Sommer übernehmen kann, muss abschließend noch der Schornstein, die Rauchgastentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des ehemaligen Kraftwerks zuerst gesprengt und dann zerkleinert, getrennt und möglichst nahezu vollständig recycelt werden. Die neue Konverteranlage soll 2031 in Betrieb gehen. Die Neunutzung des einstigen Kraftwerksstandorts steht für die Energiewende: Weg von der klimaschädlichen fossilen Stromerzeugung und hin zur klimafreundlichen Erzeugung aus erneuerbaren Energien.

RWE hatte 2021 in Hamm und Ibbenbüren seine letzten beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland stillgelegt.

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