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Prozess gegen Ehepaar nach Münzenraub in Wuppertal gestartet

Vor einem Jahr macht ein Ehepaar bei einer Münzensammler-Messe wertvolle Beute und flüchtet vor der Polizei. Nun wird ihnen der Prozess gemacht. Wie verteidigen sie sich?

Von dpa

02.03.2026

Am Landgericht Wuppertal ist heute der Prozess gestartet. (Archivbild)Jan-Philipp Strobel/dpa

Am Landgericht Wuppertal ist heute der Prozess gestartet. (Archivbild)Jan-Philipp Strobel/dpa

© Jan-Philipp Strobel/dpa

Etwa ein Jahr nach dem Raub bei einer Messe für Münzensammler hat sich das angeklagte Ehepaar vor dem Landgericht in Wuppertal verteidigt. Beide bereuen die Tat und baten um Entschuldigung, wie sie über ihre Anwälte verlauten ließen. 

Den beiden wird laut Anklage vorgeworfen, am 23. Februar 2025 bei einer Messe für Münzensammler in der Historischen Stadthalle Wuppertal eine Person beraubt zu haben. Der 28-jährige Angeklagte und seine 25-jährige Ehefrau hätten auf dem Parkplatz vor der Halle gewartet. Als ein Mann zu seinem Fahrzeug ging, um es zu be- oder entladen, wurde er angesprochen und war abgelenkt. Der 28-Jährige ging währenddessen zum offenen Kofferraum und machte dort Beute.

Zwei Polizisten in Zivil beobachteten das Geschehen. Als der 28-Jährige und seine Ehefrau wieder in ihrem Wagen saßen, forderten die Beamten sie auf, auszusteigen. Die beiden flüchteten jedoch mit dem Auto und konnten die Polizisten, die die Verfolgung aufnahmen, abschütteln. Erst über ein halbes Jahr später wurden sie gefasst und stehen nun vor Gericht.

Wie verteidigen sich die Angeklagten?

Dort gab der 28-Jährige über seinen Anwalt zu, dass sie vor Ort nach einer Gelegenheit suchten, etwas zu stehlen, da seine Ehefrau hochschwanger und ihre finanzielle Situation sehr angespannt war. Ihm zufolge gerieten er und seine Frau durch die Polizisten in Panik, weil sie diese nicht als Polizisten identifizieren konnten, sondern nur als bewaffnete Männer. Ihre drei kleinen Kinder hätten ebenfalls im Auto gesessen.

Daher hätten sie die Flucht ergriffen, dabei habe es Schüsse auf das Fahrzeug gegeben. Der 28-Jährige entschuldigte sich für die Tat, die er aufrichtig bereue. Auch seine Frau gab über ihre Verteidigung an, die Tat zu bereuen. Sie habe aus Todesangst und die Sorge um ihre Kinder gehandelt. Die Beute sei für 500 Euro auf einem Flohmarkt verkauft worden.

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