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Polizei: 24 Verdachtsfälle manipulierter Süßigkeiten in NRW

Näh- und Stecknadeln in Halloween-Süßigkeiten: In NRW meldet die Polizei 24 Verdachtsfälle aus 15 Kreispolizeibehörden. Was ist über mögliche Zusammenhänge bekannt?

Von dpa

05.11.2026

Manipulierte Süßigkeiten: 24 Fälle aus 15 Kreisen in NRW gemeldet. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

Manipulierte Süßigkeiten: 24 Fälle aus 15 Kreisen in NRW gemeldet. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

In Nordrhein-Westfalen sind nach Halloween 24 Fälle möglicherweise manipulierter Süßigkeiten gemeldet worden. Dabei seien unter anderem Näh- und Stecknadeln in Süßwaren entdeckt worden, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes auf dpa-Anfrage mit. Verletzungen seien bislang in keinem der bekanntgewordenen Fälle gemeldet worden.

Die Verdachtsfälle stammen aus 15 Kreispolizeibehörden. Betroffen seien Süßigkeiten verschiedener Hersteller und Händler, die nach bisherigen Erkenntnissen in keiner erkennbaren Verbindung zueinander stünden.

Ob die Zahl der Vorfälle im Vergleich zu früheren Jahren gestiegen ist, lasse sich nicht verlässlich sagen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weise Manipulationen von Süßigkeiten nicht als eigenständiges Kriminalitätsphänomen aus. Auch eine verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit könne dazu führen, dass mehr Verdachtsfälle gemeldet würden.

Keine Hinweise auf Social-Media-Challenge

Hinweise auf mögliche Täter oder Motive gebe es bislang nicht. Die Polizei prüfe, ob Zusammenhänge zwischen einzelnen Fällen bestünden. Belastbare Hinweise auf eine koordinierte Vorgehensweise oder eine sogenannte Social-Media-Challenge lägen bisher nicht vor.

Die Polizei rät Eltern, gesammelte Süßigkeiten vor dem Verzehr gemeinsam mit ihren Kindern zu kontrollieren. Bei beschädigten Verpackungen oder verdächtigen Gegenständen sollten die Süßigkeiten nicht gegessen und der Polizei gemeldet werden. Fremdkörper sollten nicht eigenständig entfernt werden. 

Die 15 Kreispolizeibehörden mit Verdachtsfällen sind Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Herford, Hochsauerlandkreis, Höxter, Kleve, Lippe, Olpe, Recklinghausen, Rhein-Kreis Neuss, Rhein-Sieg-Kreis, Steinfurt und Unna. In anderen Bundesländern hatte sich in mehreren Fällen herausgestellt, dass die betroffenen Kinder selbst die Süßigkeiten präpariert hatten.

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