Panorama

Neue Ausstellung zeigt NRW als Heimat urzeitlicher Giganten

Einst lebte er in den westfälischen Meeren, nun ist „Westphaliasaurus“, der Höhepunkt einer neuen Ausstellung in Münster. Neben dem Raubtier gibt es noch weitere urzeitliche Giganten zu entdecken.

Von dpa

10.07.2026

Lebte einst auch in den Meeren Westfalens: Der Plesiosaurus. Lars Berg/dpa

Lebte einst auch in den Meeren Westfalens: Der Plesiosaurus. Lars Berg/dpa

© Lars Berg/dpa

Vier Meter lange Meeressaurier, Millionen Jahre alte Fossilien und bizarre Pflanzenwelten: Eine neue Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde lädt Besucher ab diesem Freitag auf eine Reise ins urzeitliche Nordrhein-Westfalen. Über 1.800 Ausstellungsobjekte auf 1.200 Quadratmetern machen erlebbar, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt über einen Zeitraum von mehr als 400 Millionen Jahren verändert hat. 

Riesenräuber in Originalgröße

Zur Zeit der großen Dinos war in Westfalen heimisch etwa auch der gigantische Plesiosaurus – ein vier Meter großes, langhälsiges Meeresreptil, das als größter Raubsaurier Mitteleuropas gilt. Davon zeugen zumindest die Originalknochen des „Westphaliasaurus simonsensii“, die im Kreis Höxter entdeckt wurden und nun ausgestellt sind. Davon ausgehend vermitteln eine Skelettrekonstruktion und ein Modell in Originalgröße, wie der Gigant einmal ausgesehen haben könnte. 

Der Plesiosaurus, hier im Modell in Originalgröße, gilt als größter Raubsaurier Mitteleuropas. Lars Berg/dpa

Der Plesiosaurus, hier im Modell in Originalgröße, gilt als größter Raubsaurier Mitteleuropas. Lars Berg/dpa

© Lars Berg/dpa

Neben diesem offensichtlichen Höhepunkt der Ausstellung vermitteln zahlreiche Fossilien, aber auch lebensechte Rekonstruktionen und multimediale Stationen, einen lebendigen Eindruck der urzeitlichen Lebenswelten: Von den devonischen Riffen des Rheinischen Schiefergebirges, in die karbonischen Kohlensumpfwälder des Ruhrgebiets bis in die Flachmeere des jurassischen Wiehengebirges und das kreidezeitliche Münsterland. 

Der zweite Teil der Paläontologischen Landesausstellung ist den Pflanzen und Tieren der Urzeit gewidmet. Lars Berg/dpa

Der zweite Teil der Paläontologischen Landesausstellung ist den Pflanzen und Tieren der Urzeit gewidmet. Lars Berg/dpa

© Lars Berg/dpa

Eintauchen ins Urzeit-Aquarium 

Buchstäblich eintauchen können Besucher im digitalen „Paläoaquarium“: Auf der großen gebogenen Leinwand schweben Riesenammoniten und stattliche Knochenfische in Lebensgröße am Betrachter vorbei wie in einem Aquarium. 
Für das Paläoaquarium wurden jurassische und kreidezeitliche Meeresbewohner erstmals in dieser Form als lebensgroße 3D-Animationen rekonstruiert, berichtet das Museum. 

Die Ausstellung „Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“, die bis zum 5. September zu sehen ist, ist der zweite Teil der Paläontologischen Landesausstellung, die vom Heimatministerium initiiert und gefördert wurde. Zuvor hatte das Ruhrmuseum in Essen mit einer Eiszeit-Ausstellung die Reihe eröffnet. Das Lippische Landesmuseum in Detmold widmet sich ab dem 26. September dem Urmeer als Lebensraum für Wale und andere große Säugetiere.

Bitte recht freundlich: Eine Mitarbeiterin betrachtet ein Modell eines weiteren Giganten der Urzeit: Der Wiehenvenator. Lars Berg/dpa

Bitte recht freundlich: Eine Mitarbeiterin betrachtet ein Modell eines weiteren Giganten der Urzeit: Der Wiehenvenator. Lars Berg/dpa

© Lars Berg/dpa

Auch zahlreiche Fossilien gehören zu den rund 1800 Exponaten der Schau. Lars Berg/dpa

Auch zahlreiche Fossilien gehören zu den rund 1800 Exponaten der Schau. Lars Berg/dpa

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