Krankenpfleger gesteht Missbrauch von bewusstlosen Patienten
In zwei Krankenhäusern in Dortmund und Essen werden Patienten nach zum Teil schwersten Operationen vergewaltigt. Die Vorwürfe richten sich gegen einen Krankenpfleger. Was er nun vor Gericht dazu sagt.
An die Einzelheiten seiner Taten könne er sich nicht erinnern, sagte der Angeklagte im Prozess vor dem Landgericht Essen. (Symbolbild)Bernd Thissen/dpa
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Im Prozess um eine Serie von Sexualstraftaten in zwei Krankenhäusern in Essen und Dortmund hat ein Krankenpfleger ein Geständnis abgelegt. Der 32-Jährige gab zu, bewusstlose Patienten nach zum Teil schwersten Operationen sexuell missbraucht und dabei fotografiert und gefilmt zu haben. An die Einzelheiten könne er sich allerdings nicht erinnern, sagte der Angeklagte.
Bei den Opfern handelt es sich um drei Frauen und einen Mann. Die ebenfalls angeklagte Vergewaltigung einer 14-jährigen Patientin bestritt der Dortmunder. Die Jugendliche war bei der mutmaßlichen Tat laut Anklage die einzige der Opfer, die bei Bewusstsein war.
Auch Bekannte des Krankenpflegers vor Gericht
Einen Teil der angefertigten Foto- und Filmdateien soll der Krankenpfleger einer Bekannten geschickt haben, die sich ebenfalls vor Gericht verantworten muss. Die 30-Jährige, die an einer Borderline-Störung leiden soll, hat den Richtern am Essener Landgericht erklärt, dass sie die Bilder und Videos erhalten habe, aber keinerlei Gefühle für die vergewaltigten Patienten empfinden konnte. „Ich habe nur gehofft, dass sie es nie erfahren.“ Heute frage sie sich, was in ihrem Kopf damals nicht richtig gewesen sei.
Der angeklagte Krankenpfleger hat sich nach seinem pauschalen Geständnis nicht weiter zu den Vorwürfen geäußert. Mit den Urteilen ist voraussichtlich Ende April zu rechnen.