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Hamburger Winterdienst: „Wir kämpfen dagegen an!“

Seit neun Tagen sind die Räumdienste in Hamburg im Dauereinsatz. Für heute erwartet die Stadtreinigung eine Ausnahmesituation - und will nicht kampflos aufgeben.

Von dpa

09.01.2026

Kampf gegen die Schneemassen. Die Stadtreinigung will den Verkehr so lange aufrechterhalten, wie es geht. Marcus Brandt/dpa

Kampf gegen die Schneemassen. Die Stadtreinigung will den Verkehr so lange aufrechterhalten, wie es geht. Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Der Kampf gegen die Schneemassen in Hamburg ist bereits gestartet - obwohl die erst gegen 7.00 Uhr erwartet werden. Die Hamburger Stadtreinigung ist seit 2.00 Uhr mit 728 Einsatzkräften in der Hansestadt unterwegs, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. 

Sie räumen und streuen unter anderem mit 360 Fahrzeugen wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen, ein ausgewähltes Radwegenetz, Busbuchten, anliegerfreie Gehwegstrecken, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Die Köhlbrandbrücke als wichtige Verbindungsbrücke im Hafen werde mit besonderer Priorität von extra dafür abgestellten Fahrzeugen bearbeitet. 

„Wir bringen alles auf die Straße, was wir haben!“

Dabei gehe es derzeit vor allem um den präventiven Einsatz, sagte ein Stadtreinigungssprecher. „Wir bearbeiten alle Strecken in unserer Verantwortung, damit wir einen Berufsverkehr sicherstellen können.“ Die Strecken sollen dabei mit Blick auf mindestens 15 Zentimeter Neuschnee und Sturmböen so lange wie möglich frei gehalten werden. „Wir kämpfen dagegen an und bringen alles auf die Straße, was wir haben.“

Schon jetzt sei aber auch klar, dass der Tag eine Ausnahmesituation mit sich bringen werde. „Wir sind uns schon im Klaren darüber, dass das wahrscheinlich irgendwann in einen Modus schalten müssen, wo wir versuchen, überhaupt einen Verkehrsweg herzustellen.“ Zuletzt habe es in Hamburg im Winter 2010/2011 einen ähnlich intensiven Wintereinbruch gegeben. 

Unwetterwarnung wegen starker Schneeverwehungen

Wegen des heranziehenden Sturmtiefs „Elli“ gilt von 7.00 Uhr an eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) für Hamburg, große Teile Niedersachsens und fast ganz Schleswig-Holstein. Erwartet werden starke Schneeverwehungen und glatte Straßen.

Behörden, Unternehmen und Krankenhäuser haben die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, wenn möglich, zu Hause zu bleiben. Für die Schülerinnen und Schüler an den allgemeinen und berufsbildenden Schulen in ganz Hamburg und neun Kreisen in Schleswig-Holstein gibt es heute schneefrei. Bei Bahnen, Bussen und Fähren soll es weiterhin Einschränkungen geben.

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