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Große Katastrophenübungen in Potsdam und Cottbus

Ein Stadiondach-Einsturz und ein Blitzeinschlag bei einer Großveranstaltung: Beides sind Szenarien die Rettungskräfte enorm fordern würden. Für solche Ernstfälle soll nun geprobt werden.

Von dpa

03.07.2025

In  Cottbus und Potsdam finden in den kommenden Tagen große Katastrophenübungen statt. (Symbolbild)Patrick Seeger/dpa

In Cottbus und Potsdam finden in den kommenden Tagen große Katastrophenübungen statt. (Symbolbild)Patrick Seeger/dpa

© Patrick Seeger/dpa

In Brandenburgs größten Städten sollen in den kommenden Tagen umfangreiche Katastrophenübungen stattfinden. Geplant sind gestellte Ernstfälle mit hunderten Beteiligten, wie die jeweiligen Stadtverwaltungen mitteilten. 

Am Samstag (5.7.) wird im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion ein Teileinsturz des Daches simuliert. Bereits am Freitag (4.7.) sollen in Cottbus die Abläufe bei einem Blitzeinschlag auf einem Groß-Event nachgestellt werden.

Hunderte Einsatzkräfte im Einsatz

In Potsdam werden am Wochenende rund 170 Einsatzkräfte, 50 Rettungsfahrzeuge und ein Hubschrauber im Einsatz. Geprobt werde mit 150 Freiwilligen, die die Verletzten in dem Stadion spielen sollen, erklärte eine Sprecherin der Stadt. Dabei soll die Übung möglichst realistisch sein. 

Die angeblichen Verletzten werden entsprechend ihrer simulierten Verletzung geschminkt, die Lage wird voraussichtlich recht unübersichtlich sein, die Freiwilligen spielen zudem verschiedene Rollen. Die einen zerren etwa an den Einsatzkräften, andere blicken im Schockzustand wirr umher, weitere suchen ihre Angehörigen. Die Feuerwehr wird überdies proben, verschüttete oder eingeklemmte Opfer zu befreien.

Cottbus probt Blitzeinschlag auf Groß-Event

In Cottbus ist die Übung sogar um einiges größer. Über 400 Einsatzkräfte etwa von Rettungsdiensten, THW, Feuerwehr und Bundeswehr sind im Einsatz und proben die Abläufe von Beginn des Blitzeinschlags bis zum Transport von rund 90 Verletzten in die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem. 

Man wolle „kein Theaterstück“ spielen, sagten die Stadtverwaltungen mit Blick auf die Übungen. Die Einsatzkräfte würden die Details des Einsatzes nicht kennen. Es gehe darum, im Ernstfall aufeinander abgestimmt zu sein und die Abläufe vom Eintreffen am Unfallort bis zum Transport der Patienten in die Krankenhäuser zu üben. Im Anschluss an die jeweilige Übung soll eine Bilanz gezogen und Schlüsse zur Verbesserung erarbeitet werden.

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