Gelsenkirchen-Coup nächste Woche Thema im Landtag
Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen wird der Fall kommende Woche im Landtag diskutiert. Was die SPD wissen will und welche Fragen im Fokus stehen.
Ein Absperrband der Polizei hängt vor der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer. Unbekannte hatten dort Beute in Millionenhöhe gemacht. (Archivbild)Oliver Berg/dpa
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Der spektakuläre Einbruch mit Millionenbeute bei einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen soll kommende Woche Dienstag (8.30 Uhr) in einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag aufgearbeitet werden. Die SPD hat einen entsprechenden Antrag eingereicht, die Sitzung ist inzwischen genehmigt und terminiert.
Der einzige Tagesordnungspunkt heißt laut Terminvorschau des Landtags: „Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen“.
In dem Antrag der SPD für die Sitzung hieß es: „Im Mittelpunkt der Sondersitzung sollen u.a. Fragen zum Sachstand der Ermittlungen, also zur Identität der Täter, den Umständen ihrer Flucht und möglichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität stehen. Es sollen aber auch Fragen hinsichtlich der sicherheitsrelevanten Schwachstellen der Bank, den ergriffenen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Wiederherstellung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung nebst Unterstützung von Geschädigten sowie zu den Konsequenzen für den künftigen Schutz von Banken und Schließfachanlagen in Nordrhein-Westfalen gehen.“
Die nächste reguläre Sitzung des Innenausschusses wäre am 22. Januar. So lange wollte die SPD nicht warten. Wegen „des großen öffentlichen Interesses sowie der Unruhe und Sorge in der Gesellschaft, besteht eine besondere Dringlichkeit“, heißt es im Antrag.
Einsatzkräfte hatten den Einbruch vergangene Woche Montag nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise über mehrere Tage hin. Am Dienstag durchsuchte die Polizei die Bank, um Kundendaten zu sichern.