Panorama

Ermittler setzen nach Sparkassen-Coup keine Belohnung aus

Nach dem Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen setzen die Ermittler weiter keine Belohnung auf Hinweise aus. In einem Papier für den Landtag wird jetzt erklärt, warum.

Von dpa

14.05.2026

Blick durch das gebohrte Loch in den Archivraum der Sparkasse. (Archivbild)Polizei Gelsenkirchen/dpa

Blick durch das gebohrte Loch in den Archivraum der Sparkasse. (Archivbild)Polizei Gelsenkirchen/dpa

© Polizei Gelsenkirchen/dpa

Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen will die Staatsanwaltschaft weiter keine Belohnung für Hinweise auf die Täter aussetzen. Das werde „zum jetzigen Ermittlungsstand nicht als zielführend angesehen“, heißt es in einem Papier des nordrhein-westfälischen Justizministeriums an den Landtag.

„Bereits ohne eine solche Auslobung ist ein hohes dreistelliges Hinweisaufkommen zu verzeichnen“, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Dass die Ermittlungen durch eine fehlende Belohnung ins Stocken geraten könnten, sieht die Landesregierung nach eigenen Angaben nicht.

Keine Angaben zum aktuellen Ermittlungsstand

Einen konkreten Stand zu den Ermittlungen wollte das Justizministerium in dem Papier für den Landtag nicht verraten: „Eine solche Mitteilung könnte Rückschlüsse auf Erkenntnisquellen der Ermittlungsbehörden ermöglichen und einen Ermittlungserfolg gefährden.“

Bei dem Einbruch hatten die unbekannten Täter nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse überwunden, sich mit einem Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3.100 Schließfächer aufgebrochen. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.

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