Panorama

„Ein starkes Team“: Mord zwischen Wäschekeller und Chefetage

Der ungewöhnliche Berufsweg einer jungen Frau endet in einem Heizungskeller in einem Mietshaus. Wer steckt hinter dem Mord mit der Eisenstange? Auf den ersten Blick gibt es mehrere Verdächtige.

Von Wilhelm Pischke, dpa

16.05.2026

Otto (Florian Martens) und Linett (Stefanie Stappenbeck) wollen von Falk Becker (Leonard Kunz, links) wissen, was er mit der beschädigten Haustechnik zu tun hat.Hardy Spitz/ZDF/dpa

Otto (Florian Martens) und Linett (Stefanie Stappenbeck) wollen von Falk Becker (Leonard Kunz, links) wissen, was er mit der beschädigten Haustechnik zu tun hat.Hardy Spitz/ZDF/dpa

© Hardy Spitz/ZDF/dpa

Jung, gut aussehend, hoch qualifiziert - und als Hausmeisterin angestellt: In einem Heizungskeller in einem Mehrfamilienhaus wird Amina Weber nur kurze Zeit nach ihrem Wechsel in den neuen Job tot aufgefunden - erschlagen durch einen Hieb mit einer Eisenstange. Wie kam es zu dem Mord an der Frau, die kurz davor noch in der Chefetage eines großen Immobilienkonzerns arbeitete?

War es der neue Chef?

Dieser Frage gehen die Ermittler Otto Garber (Florian Martens) und Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck) in der neuen Folge „Mörderische Gier“ der ZDF-Krimireihe „Ein starkes Team“ nach, die am Samstag, 16. Mai, um 20.15 Uhr läuft. Schnell gerät Aminas neuer Chef Tarik Aslan in den Fokus der Beamten. Offenbar stalkte er die neue Angestellte. Es stellt sich die Frage, warum die junge Frau ihren gut bezahlten Job bei der Berlin Heim AG für einen Hausmeisterservice unter diesem Chef aufgab.

Aslan ist es auch, der sich bei der Toten befindet, als eine der Mieterinnen des Objekts, Sophia Schultheiss, die Szenerie betritt. Sie sieht den Mann und das Opfer und greift im ersten Reflex direkt zum Handy, um ein Foto zu machen. Es scheint, sie habe mit der Toten kein gutes Verhältnis gehabt. „Mit dieser Frau fing das Unglück an“, sagt die alteingesessene Bewohnerin. Hat sie möglicherweise Amina getötet?

Jobwechsel nach Beziehungsaus mit dem Ex-Chef

Und dann ist da noch der Chef der Berlin Heim AG, Niklas Kaiser: ein knallharter Geschäftsmann mit einem Eckbüro in einem schicken Glasfassadenbau direkt am Potsdamer Platz. Er war mit Amina zusammen, doch mit dem Ende der Beziehung endete auch die Geschäftsbeziehung zwischen den beiden. Amina verließ die Berlin Heim AG - „persönliche Differenzen“, sagt Kaiser. Nachfragen zu der Beziehung blockt er ab.

Später finden die Ermittler heraus, dass Kaiser und sein Kompagnon Steffen Sammler, Mitarbeiter der Hausbank, ihre Mieter offenbar mit einer miesen Masche übers Ohr gehauen haben. Die Mieter verloren dadurch in zig Fällen ihr Erspartes. Und Amina war das Gesicht der dazugehörigen Werbekampagne der Berlin Heim AG. Die Mieter hätten also allen Grund, auf die junge Frau sauer zu sein.

Aber auch der Bruder von Amina, Falk Weber, gerät in den Fokus der Ermittlungen. Offenbar gab es zwischen den beiden regelmäßig handfeste Streits. „Amina ging es nicht gut. Sie ist vor irgendwas weggelaufen“, sagt Weber, der den Ermittlern auch wegen seines horrenden Stromverbrauchs auffällt. Außerdem ist Weber eng mit Aminas neuem Chef Aslan befreundet. Die beiden kennen sich seit Kindheitstagen. Aslan unterstützt den strauchelnden Weber gelegentlich, der ihm dafür seine Dienste anbietet.

Büro-Original „Sputnik“ bringt Schwung

Die Arbeit des Ermittlerteams wird begleitet von den markigen Sprüchen von Chefermittler Otto Garber, der mit seiner Berliner Schnauze eine gewisse Lockerheit versprüht. Die Gastauftritte vom Büro-Faktotum Sputnik (Jaecki Schwarz) in seinem Nebengewerbe als Café-Verkäufer haben ihren Charme. Auch die Auftritte des jüngsten Teammitglieds Nils Makowski, der sich der Wohnungssuche in Berlin stellt, bringen etwas Leichtigkeit in den Samstagskrimi. 

Die Serie „Ein starkes Team“ läuft seit 1994 und spielt vor allem im Berliner Milieu. Im Mittelpunkt steht das Ermittlerteam um den unverwüstlichen Garber. Der Mann mit der schwarzen Kappe ist es auch, der am Ende die Wogen im Büro glättet. Denn Polizei-Original Sputnik hatte schon vor, seine Umlaufbahn im Dienst endgültig zu verlassen. Die Gründe dafür sind durchaus zum Schmunzeln.

Otto Garber ermittelt wieder. Hardy Spitz/ZDF/dpa

Otto Garber ermittelt wieder. Hardy Spitz/ZDF/dpa

© Hardy Spitz/ZDF/dpa

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