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Anklage gegen ehemaligen Kopf von Rocker-Gruppe erhoben

Schüsse auf der Zoobrücke, lebensgefährlich Verletzter, Flucht nach Spanien: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Rocker in Köln erhoben.

Von dpa

19.01.2026

Gegen den Kopf einer Kölner Rocker-Gruppierung ist vor dem Kölner Landgericht Anklage erhoben worden. (Illustration)Federico Gambarini/dpa

Gegen den Kopf einer Kölner Rocker-Gruppierung ist vor dem Kölner Landgericht Anklage erhoben worden. (Illustration)Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Gegen den einstigen Kopf einer Kölner Rocker-Gruppe ist vor dem Kölner Landgericht Anklage erhoben worden. Vorgeworfen wird dem Mann zweifache Anstiftung zum versuchten Mord sowie versuchte Anstiftung zur Falschaussage, wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte. Zudem sei Sicherungsverwahrung beantragt worden. Zuvor hatten die „Kölnische Rundschau“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Bei dem Mann handelt es sich nach Informationen der Zeitung um den ehemaligen Boss der Kölner „Bandidos“. Er war einst aus dem offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Euskirchen geflohen und später in Spanien festgenommen worden. Danach kam er in Untersuchungshaft.

Nach Angaben des Landgerichts wird dem Mann von der Staatsanwaltschaft unter anderem vorgeworfen, in einen versuchten Mord verwickelt gewesen zu sein, bei dem auf der Kölner Zoobrücke auf ein Fahrzeug geschossen worden war. Ein damals 21-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt. Die Tat ereignete sich vor dem Hintergrund von Spannungen zwischen den rivalisierenden Rockern der „Bandidos“ und der „Hells Angels“. Bei einem zweiten Vorwurf geht es um Schüsse auf ein Café in Köln-Buchheim. 

Zugelassen wurde die Anklage bisher nicht. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, ist daher noch unklar.

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