Panorama

ARD-Film „Louma“ zeigt Trauer und Hoffnung

Zwischen Trauer, Chaos und Hoffnung. In „Louma“ versuchen vier Kinder und zwei grundverschiedene Väter, nach dem Tod der Mutter eine neue Familie zu werden – mit überraschenden Ideen der Jüngsten.

Von Cordula Dieckmann, dpa

25.03.2026

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Christian Schnalke.Martin Menke/WDR/eikon media GmbH/dpa

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Christian Schnalke.Martin Menke/WDR/eikon media GmbH/dpa

© Martin Menke/WDR/eikon media GmbH/dpa

Eine Mutter stirbt - ihre vier Kinder und deren Väter bleiben zurück. Geschockt, fassungslos, tieftraurig. Wie soll es nun weitergehen? Können die beiden Männer nach diesem Schicksalsschlag ihre gegenseitige Abneigung überwinden und mit den Kindern zu einer Patchworkfamilie zusammenwachsen? 

Eine schwierige Frage, mit der sich die Tragikomödie „Louma - Familie ist kein Kinderspiel“ auseinandersetzt, sehr emotional, aber auch mit Humor (schon in der ARD-Mediathek, linear am Mittwoch (25.3.) um 20.15 Uhr im Ersten).

Verzwickte Beziehungen

Model und Schauspielerin Marie Nasemann („For the Drama“) ist als Künstlerin Louma zu sehen. Sie hat vier Kinder von zwei verschiedenen Männern. Der eine ist ihr Ehemann Mo (Timur Isik - „Der Auftrag“), ein Musiker und Vater von Tochter Fritte (10) und Sohn Nano (8). 

Der andere ist ihr Ex-Mann Tristan (Trystan Pütter - „Babylon Berlin“), ein Kaffeehaus-Besitzer. Seine 16-jährige Tochter Toni und der 14 Jahre alte Sohn Fabi leben mit ihren Geschwistern und deren Ehemann bei ihrer Mutter, da sich der Vater nur selten Zeit nimmt für die beiden. Doch als Louma stirbt, wird das Leben aller komplett auf den Kopf gestellt und Tristan möchte sich nun selbst um seine beiden Kinder kümmern.

Wenn Kinder schlauer sind

Schließlich zeigt sich, dass Kinder oft schlauer sind als ihre Eltern, scheuen sie doch nicht vor unkonventionellen Ideen zurück. So macht Fritte den Vorschlag: Kann Tristan nicht bei ihnen mit im Haus wohnen? Eine Idee, so simpel wie schwierig, denn Mo und er können sich eigentlich überhaupt nicht ausstehen. 

Dieser Gegensatz zwischen den Männern sorgt nicht nur für Streit, sondern auch für skurrile und komische Situationen. Etwa, wenn Tristan das kunterbunte Chaos der Familienvilla ordnen will, während Mo nichts verändern möchte. 

Klamaukig wird es dennoch nicht. Regisseur Mark Monheim (Buch: Christian Schnalke) nimmt die kleinen und großen Gefühle ernst und auch Pütter und Isik verstehen es, ihren Figuren Tiefe zu verleihen, ohne kitschig zu werden. Auch die Kinder spielen großartig, etwa Lola Höller („Einspruch, Schatz!“) als 16-jährige Toni oder Michel Koch („Lauras Stern“) in der Rolle des kleinen Nano. 

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Christian Schnalke. „Louma - Familie ist kein Kinderspiel“ geht ans Herz und zeigt, dass es normal ist, tieftraurig zu sein und im nächsten Moment zu lachen. Und dass abwegige Gedanken gut sind, wenn es sich so anfühlt. Gleichzeitig gibt es Hoffnung, dass das Leben auch nach so einem Verlust doch wieder gut werden kann, irgendwie.

In „Louma“ spielt Marie Nasemann eine Mutter von vier Kindern, die bei einem Unfall stirbt. (Archivbild)Felix Hörhager/dpa

In „Louma“ spielt Marie Nasemann eine Mutter von vier Kindern, die bei einem Unfall stirbt. (Archivbild)Felix Hörhager/dpa

© Felix Hörhager/dpa

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