Raesfeld

„Für Dorfgemeinschaft einsetzen“

Zum Leserbrief „Informieren Sie sich, bevor Sie leichtfertig dieses ,Bürgerbegehren‘ unterschreiben“:

Von Kerstin Barenkau aus Erle

26.01.2024

„Für Dorfgemeinschaft einsetzen“

© Rentel

Bürgerbegehren

Als besorgte Mutter bin ich zutiefst enttäuscht über die Art und Weise, wie die Bemühungen des Bürgerforums Raesfeld-Erle und das damit verbundene Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Erle von einigen kritisiert und in Frage gestellt wird. Es ist bedauerlich, dass Diskussionen teilweise von unzureichend informierten Meinungen geprägt sind, was zu einer polarisierten und unproduktiven Debatte führt.

In Raesfeld hat die schlechte Kommunikation, wie die Gemeinde selbst zugab, für Aufregung unter den Bürgern und Vereinen geführt. Unser Hauptanliegen ist es, unseren Kindern in Erle weiterhin den Zugang zu Freizeitaktivitäten und Ferienprogrammen zu ermöglichen, die für ihre Entwicklung essentiell sind. Die aktuellen Räume, die als Ersatz für das Jugendhaus dienen, entsprechend nicht den Anforderungen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, die an manchen Tagen bis zu 30 Personen umfassten.

Es ist unverkennbar, dass die Gemeinde unter Druck steht, insbesondere da der Bau der neuen Flüchtlingsunterkunft nicht innerhalb des vorgesehenen Zeitraums fertiggestellt werden kann. Dies könnte dazu führen, dass die Gemeinde auf eine Containerlösung zurückgreifen muss, da alternative Unterbringungsmöglichkeiten wie Wohnungen oder Ferienhäuser von den Bürgern immer seltener angeboten werden.

Die Sorge einiger Bürger um den Erhalt ihrer lokalen Kneipenkultur, insbesondere im Hinblick auf das Gelände des geplanten HUBs, sollte nicht dazu führen, ein Jugendhaus als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen und damit eine kurzfristige Lösung über das langfristige Wohl unserer Kinder zu stellen. Meine Familie und ich befürworten und unterstützen den Bau des HUBs, um einen zentralen Treffpunkt der Dorfgemeinschaft zu erhalten. Es ist wichtig zu betonen, dass die Grundlagen der Dorfgemeinschaft bereits in der Kindheit gelegt werden und daher entsprechende Räume und weitere, auch finanzielle, Förderungen benötigen.

Die vorschnellen und ungerechtfertigten Beschuldigungen einiger Kritiker, die ohne fundiertes Wissen über unser Anliegen diskutieren, empfinde ich als äußerst respektlos. Es ist essenziell, dass wir uns für eine starke Dorfgemeinschaft einsetzen.

Zum Thema:

„Informieren Sie sich, bevor Sie leichtfertig dieses „Bürgerbegehren“ unterschreiben“

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