Zweitägiger Warnstreik an Vivantes Kliniken beginnt
Der Tarifverhandlungen zwischen Verdi und Vivantes gehen weiter. Parallel legen Beschäftigte aus Bereichen wie Reinigung und Logistik zum wiederholten Mal ihre Arbeit nieder.
Die Beschäftigten hatten bereits Ende Februar gestreikt. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa
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An den Vivantes Kliniken sind Beschäftigte seit den frühen Morgenstunden erneut in den Warnstreik getreten. „Der Streik ist angelaufen“, sagte Max Manzey von Verdi der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktion soll nach Angaben der Gewerkschaft zwei Tage dauern. Zum Warnstreik aufgerufen sind Angestellte aus Gastronomie, Logistik, Reinigung und anderen Bereichen der Vivantes-Tochterunternehmen. Ärzte und Pflegefachkräfte zählen nicht dazu.
Im Rahmen des Warnstreiks ist heute für 8.00 Uhr eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus mit anschließendem Demonstrationszug zum Verhandlungsort geplant. Die Beschäftigten hatten bereits Ende Februar gestreikt. Damals beteiligten sich rund 300 bis 400 Beschäftigte, sagte Manzey. Es sehe so aus, also seien es dieses Mal mehr, sagte er.
Keine Auswirkungen auf Notfallversorgung erwartet
„Wir sehen keine Auswirkungen auf die Notfallversorgung“, sagte Vivantes-Sprecher Christoph Lang. „Es kann sein, dass in den Folgetagen geplante Operationen verschoben werden müssen, aber das ist momentan noch nicht absehbar.“ Betroffene würden dann benachrichtigt. Beim zurückliegenden Warnstreik seien die Bistros geschlossen geblieben. Möglicherweise könne das erneut eintreten. Patienten bekämen aber in jedem Fall ihr Essen.
Bei den Vivantes-Tochterunternehmen arbeiten rund 2.200 Beschäftigte. Verdi fordert für sie einen Tarifvertrag, bei dem die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Diensts in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden. Die Tarifverhandlungen gehen heute in die nächste Runde.