Zupke bleibt SED-Opferbeauftragte
Seit Auflösung der Stasi-Unterlagen-Behörde kümmert sich die ehemalige Oppositionelle um die Verfolgten der SED-Diktatur. Nun hat der Bundestag die 64-Jährige im Amt bestätigt.
Bei der geheimen Wahl im Bundestag erhielt die 64-Jährige 430 Stimmen und damit deutlich mehr als die erforderliche Kanzlermehrheit. (Archivbild)Soeren Stache/dpa
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Die frühere DDR-Oppositionelle Evelyn Zupke ist für weitere fünf Jahre zur Bundesbeauftragten für die SED-Opfer gewählt worden. Bei der geheimen Wahl im Bundestag erhielt die 64-Jährige 430 Stimmen und damit deutlich mehr als die erforderliche Kanzlermehrheit.
Ihrem Lebenslauf zufolge war Zupke im Jahr 1989 maßgeblich daran beteiligt, Betrug bei den DDR-Kommunalwahlen aufzudecken. Nach dem Mauerfall trat sie als Zeitzeugin an Schulen und Bildungseinrichtungen auf.
Vor diesem Hintergrund wurde die gebürtige Rügenerin im Jahr 2021 zur ersten Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur gewählt. Das Amt war nach Auflösung der Stasi-Unterlagen-Behörde eingerichtet worden.