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Zukunftszentrum Halle: Uta Bretschneider wird Chefin

Der Bau des für 277 Millionen Euro geplanten Einheits-Projekts beginnt erst 2028. Doch schon jetzt nimmt die neue Programmdirektorin ihre Arbeit auf. Sie wechselt aus Leipzig.

Von dpa

01.04.2026

Uta Bretschneider war zuletzt Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. Lilli Förter/dpa

Uta Bretschneider war zuletzt Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. Lilli Förter/dpa

© Lilli Förter/dpa

Die Kulturwissenschaftlerin Uta Bretschneider wird Programmdirektorin des geplanten Zukunftszentrums in Halle (an der Saale). Damit schlägt die Bundesregierung erstmals inhaltliche Pflöcke für das Millionenprojekt in Sachsen-Anhalt ein. „Das Zukunftszentrum soll ein lebendiger, offener Ort mit nationaler und europäischer Strahlkraft werden“, sagte die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser. „Damit legen wir nun richtig los.“

Die im sächsischen Burgstädt geborene Bretschneider ist seit 2020 Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig und wechselt zum 1. Mai nach Halle. „Das Zukunftszentrum ist ein Ort des europäischen Zusammenwachsens sowie der Stärkung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, betonte die 41-Jährige. „Es wird der Ort sein, an dem individuelle Sichtweisen und Forschungsergebnisse zusammenkommen, ein Debattenort, an dem Themen gesetzt und besetzt werden.“ 

Der Bau des Zukunftszentrums soll erst 2028 beginnen, aber die neue Programmdirektorin Uta Bretschneider nimmt schon jetzt ihre Arbeit auf. (Archivbild)Heiko Rebsch/dpa

Der Bau des Zukunftszentrums soll erst 2028 beginnen, aber die neue Programmdirektorin Uta Bretschneider nimmt schon jetzt ihre Arbeit auf. (Archivbild)Heiko Rebsch/dpa

© Heiko Rebsch/dpa

Eröffnung für 2032 anvisiert

Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation soll ab 2028 in Halle an der Saale gebaut und 2032 eröffnet werden. Die Bundesregierung geht nach eigenen Angaben von 277 Millionen Euro Baukosten aus. Inhaltlich soll das Zentrum einerseits die Leistungen der Ostdeutschen nach der Deutschen Einheit 1990 würdigen, andererseits Transformationsprozesse insgesamt beleuchten und nach Osteuropa blicken. 

Der Ort soll Forschung, Kultur, Dialog und Begegnung verbinden und Denkanstöße für künftige Reformdebatten liefern. Lange, bevor der Bau fertig wird, soll die inhaltliche Arbeit beginnen. Dazu wurden schon ein Aufbauteam mit rund 15 Menschen sowie der kaufmännische Geschäftsführer Holger Lemme berufen.

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