Zugangskontrolle am Bahnhof: Frankfurt als Modellstadt?
In anderen Ländern sind Zugangsschleusen an Bahnhöfen Alltag - Deutschland debattiert noch darüber. Für den Test solcher Kontrollen würde sich Frankfurt eignen, schlägt Minister Mansoori vor.
Hessens Verkehrsminister Mansoori freut sich über Bewegung in der Debatte über Zugangskontrollen an Bahnhöfen. (Archivbild)Arne Dedert/dpa
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In der Diskussion um Zugangskontrollen an großen deutschen Bahnhöfen hat Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) Frankfurt am Main als mögliche Modellstadt vorgeschlagen. „Hier können Bund, Land und Deutsche Bahn gemeinsam herausfinden, wie Zugangskontrollen an einem der größten Bahnknoten Deutschlands funktionieren können“, teilte der Minister zum „Tag der Schiene“ mit.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte sich in einem Zeitungsinterview zuletzt offen für solche Kontrollen gezeigt. Im Fernverkehr könne es sinnvoll sein, den Zugang zu den Bahnsteigen stärker an eine gültige Fahrkarte zu knüpfen, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
„Es ist gut, dass jetzt Bewegung in die Debatte kommt“, erklärte Mansoori. „Jetzt sollten wir es praktisch erproben.“ In Frankreich und Großbritannien etwa sind solche Kontrollen bereits verbreitet. Dort gelangen Reisende an vielen Bahnhöfen nur nach elektronischer Ticketprüfung durch Zugangsschleusen und elektronische Schranken zu den Bahnsteigen.