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Wohnungsgesellschaft Saga steigert Neubauvorhaben

Saga investiert mehr in neue Wohnungen und Klimaschutz. Meldet aber einen Gewinnrückgang. Vorstandssprecher Krebs: „Saga hält Kurs in der Krise.“

Von Katrin Luxenburger, dpa

08.07.2026

Saga ist die größte Wohnungsgesellschaft der Stadt Hamburg. Christian Charisius/dpa

Saga ist die größte Wohnungsgesellschaft der Stadt Hamburg. Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Hamburgs größte Wohnungsgesellschaft Saga hat im vergangenen Jahr die Zahl der Neubauvorhaben gesteigert. Das städtische Unternehmen hat 2025 mit dem Bau von 1.115 neuen Wohnungen begonnen, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Das waren ungefähr 300 Wohnungen mehr als eigentlich geplant. 

„Das Problem der Wohnungsknappheit in den Metropolen lösen wir alleine über den Bau von bezahlbarem Wohnraum“, sagte Saga-Vorstandssprecher Thomas Krebs. Ziel der Saga ist, mittelfristig 2.000 Baubeginne im Jahr zu erreichen. 

Wintereinbruch hat den Wohnungsbau gestört

Fertiggestellt hat die Saga wie schon im Vorjahr aber weniger Wohnungen als angedacht. Es waren ungefähr 250 Wohnungen weniger als geplant. Die Saga verwies auf fehlende Baugenehmigungen und anhaltende Genehmigungsverfahren und Abstimmungen mit Behörden. Saga-Vorstandsmitglied Snezana Michaelis verwies zudem auf ungewöhnliche Witterung. Der Wintereinbruch habe zu Verzögerungen geführt. 

Deutschlands größter kommunaler Vermieter verfügt nach eigenen Angaben über rund 140.000 Wohnungen und etwa 1.500 Gewerbeobjekte.

Nettokaltmiete 7,56 Euro pro Quadratmeter

Der „Hamburger Mietenstudie“ zufolge, die im Auftrag der Wohnungswirtschaft erarbeitet worden ist, betrug die Nettokaltmiete in der Hansestadt im Schnitt 9,11 Euro je Quadratmeter. Nach dem Mietenspiegel - der Mieten einschließt, die in den vergangenen sechs Jahren erhöht oder neu vereinbart worden sind - lag die Nettokaltmiete im April 2025 bei 9,94 Euro pro Quadratmeter.

Die Saga bietet überwiegend relativ günstige Wohnungen an. So lag die durchschnittliche Nettokaltmiete den Angaben zufolge bei 7,56 Euro pro Quadratmeter. Im Durchschnitt stieg die Miete im Vergleich zum Vorjahr um 10 Cent pro Quadratmeter. Die Nettokaltmiete ist die Miete ohne Neben- und Betriebskosten.

Gewinn sinkt, Linksfraktion kritisiert höhere Mieten

Nach dem Rekordjahr 2024 ist der Gewinn der Saga im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Der Jahresüberschuss lag zwar über dem Plan bei 238,1 Millionen Euro, das entsprach aber dennoch einem Minus von 16 Prozent im Vergleich zu 2024. Krebs zeigte sich anlässlich der Zahlen dennoch zuversichtlich. „Saga hält Kurs in der Krise“, sagte er. 

Dass das Ergebnis schlechter ausfiel, hing damit zusammen, dass 2024 ein Ausnahmejahr war. Rückstellungen wurden nicht gebraucht und konnten aufgelöst werden. Das Unternehmen schüttete im vergangenen Jahr - wie schon im Jahr zuvor - 150 Millionen Euro an die Stadt aus.

Anlässlich des Gewinns und der Ausschüttung kritisierte die Hamburger Linksfraktion, dass die Saga die Mieten erhöht hat. „Besser und sozial nachhaltiger ist eine generelle Mietsenkung“, sagte die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion, Heike Sudmann. Niedrigere Saga-Mieten führten zu einem niedrigeren Mietenspiegel, wovon auch andere Hamburger profitierten.

Saga muss bis 2040 klimaneutral werden

Die Saga verfolgt eine Klimaschutzstrategie, um die Ziele der Stadt zu erreichen. Hamburg hat in einem Volksentscheid entschieden, dass die Hansestadt schon 2040 und nicht erst 2045 klimaneutral sein muss.

Die Strategie der Saga sieht vier Säulen vor: den flächendeckenden Ausbau von Solaranlagen, eine klimafreundlichere Wärmeversorgung über Wärmepumpen und Fernwärme, energetische Sanierungen und Energiemanagement. So sollen beispielsweise Wohnungen mit smarten Thermostaten ausgestattet werden. 

„Wir sind uns sehr sicher, dass die Saga die Klimaschutzziele 2030 erreichen wird“, sagte Krebs. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 sind ihm zufolge die CO2-Emissionen schon um 63 Prozent reduziert worden. Das Unternehmen plant, die Emissionen bis 2030 um 68 Prozent zu reduzieren. Wegen des Volksentscheids überarbeitet die Saga derzeit ihre Klimaschutzstrategie dahingehend, wie sie Klimaneutralität schon 2040 erreichen kann. 

Saga steigert Investitionen auf rund 700 Millionen Euro 

Die Saga hat vergangenes Jahr die Investitionen auf rund 700 Millionen Euro gesteigert. Das Geld wurde genutzt, um den Wohnungsbestand zu pflegen und zu entwickeln, neue Wohnungen zu bauen und Grundstücke zu kaufen. „Das ist wichtig für uns, weil wir in der Wirtschaftsplanung angelegt haben, im kommenden Jahr eine Milliarde investieren zu wollen“, sagte Krebs. 

Diesem Wert nähere man sich schrittweise an, sagte Krebs weiter. Im Vorjahr lagen die Investitionen den Angaben nach bei rund 570 Millionen Euro. Krebs sagte weiter, dass die Baubranche in einer unverändert krisenhaften Situation sei. Die Saga profitiere von gestrandeten Projekten, weil sie diese aufkaufe. 

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert die Saga einen erneut niedrigeren Gewinn von 211,8 Millionen Euro. Gründe sind höhere Investitionen und eine wachsende Schuldenlast, wie das Unternehmen mitteilte.

Saga hat den Geschäftsbericht 2025 vorgestellt.Christian Charisius/dpa

Saga hat den Geschäftsbericht 2025 vorgestellt.Christian Charisius/dpa

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Die Unternehmensgruppe Saga plant 2.000 Neubauten im Jahr. Christian Charisius/dpa

Die Unternehmensgruppe Saga plant 2.000 Neubauten im Jahr. Christian Charisius/dpa

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