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Wo die KI in Thüringen Arbeit übernehmen könnte

Forscher untersuchen, welche Tätigkeiten etwa KI ersetzen könnte. Wo das Potenzial besonders hoch ist, welche Berufe es eher nicht trifft und wo man die Aussichten für den eigenen Job erfährt.

Von dpa

11.05.2026

Macht die KI bald meinen Job? Für tausende Berufe lässt sich eine Einschätzung dazu abrufen, wie groß das Potenzial ist, dass KI und andere Automatisierungstechnik Tätigkeiten übernimmt. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

Macht die KI bald meinen Job? Für tausende Berufe lässt sich eine Einschätzung dazu abrufen, wie groß das Potenzial ist, dass KI und andere Automatisierungstechnik Tätigkeiten übernimmt. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Wie viel vom Joballtag könnten Künstliche Intelligenz oder andere Formen der Digitalisierung übernehmen? Für etliche Berufe in Thüringen liefert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Sachsen-Anhalt-Thüringen (IAB) Antworten auf diese Frage. Den Ergebnissen der Studie nach wird Digitalisierung nicht nur Routinetätigkeiten, sondern auch zunehmend andere Tätigkeiten von Spezialisten und Experten verändern, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Die Fachleute ermittelten für die Studie den Anteil von Kerntätigkeiten in einem Beruf, der durch Computer oder computergesteuerte Maschinen erledigt werden könnte (Substituierbarkeitspotenzial). Der durchschnittliche Anteil dabei lag in Thüringen für etliche Berufe im Jahr 2013 bei 41,6 Prozent. Bis 2022 stieg er auf 55,8 Prozent, wie der an der Studie beteiligte Stefan Theuer vom IAB- Regionalforschunsgnetzwerk Sachsen-Anhalt-Thüringen erklärte. Theuer betonte, dass die Zahlen nicht bedeuteten, dass jeder zweite Job in Zukunft wegfallen könnte: „Das heißt vor allem, dass sich die Art und Weise, wie gearbeitet wird, ändern wird.“ 

Weniger Potenzial bei Krankenpflegern und Erziehern 

Zuletzt sei der Anteil an potenziell automatisierbaren Tätigkeiten vor allem für IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufe stark gestiegen, erklärte zudem der IAB-Wissenschaftler Per Kropp. Insgesamt niedriger sei der Anteil bei medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie bei sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen. 

Höherer Anteil bei Produktionshelfer und anderen Fertigungsjobs

Höher sei das Potenzial dagegen bei Fertigungs- und fertigungstechnischen Berufen. „Da Letztere in Thüringen häufiger vorkommen, liegt das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial in Thüringen über dem gesamtdeutschen Mittelwert“, so Kropp. 

Die Autoren der Studie erwarten für Berufe oder Regionen mit hohem Anteil von durch Digitalisierung potenziell abdeckbaren Tätigkeiten künftig einen besonderen Bedarf an Weiterbildung. 

Und wie viel könnte die KI in meinem Job übernehmen?

Wer wissen möchte, zu welchem Ergebnis die Fachleute für den eigenen Beruf gekommen sind, kann das über den sogenannten Job-Futuromat des IAB herausfinden: https://job-futuromat.iab.de.

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