Willingmann sieht kein Ende der Volksparteien
Was macht eine Volkspartei aus? Nach dem historischen Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt sieht SPD-Spitzenkandidat Willingmann seine SPD und die CDU immer noch als Volksparteien.
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann sieht kein grundsätzliches Ende von CDU und SPD als Volksparteien. Kay Nietfeld/dpa
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Trotz des schwachen Abschneidens der etablierten Parteien bei der Sachsen-Anhalt-Wahl im Vergleich zur AfD sieht SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann kein grundsätzliches Ende von CDU und SPD als Volksparteien. „Von einem Ende der Volksparteien würde ich an dieser Stelle nicht reden“, sagte Willingmann nach einem Parteitreffen in Magdeburg. Der SPD-Politiker räumte aber strukturelle Besonderheiten im Osten ein: „Es gibt einfach bei uns im Osten keine so intensiven Bindungen an Parteien.“ Das Wählerverhalten sei volatil.
Bundeskanzler Merz äußert sich mit Sorge zu Volksparteien
Willingmann betonte aber auch, Volkspartei sei man nicht allein durch hohe Stimmenzahlen. Volkspartei sei man, wenn man ein Angebot in der ganzen Breite der Bevölkerung habe, für alle gesellschaftlichen Kreise. Bei der Landtagswahl hatte die AfD mit 43,8 Prozent ein historisches Ergebnis erzielt. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab, die SPD hielt sich mit 9,3 Prozent im einstelligen Bereich.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich am Montag besorgt gezeigt über die Zukunft der Volksparteien. „Ich sehe nur, dass die beiden großen Volksparteien, die wir mal hatten, ernsthaft in Gefahr sind. Das gilt für die SPD schon länger, aber das gilt für uns auch.“