Wie kann man sich vor der Asiatischen Tigermücke schützen?
Die invasive Asiatische Tigermücke kann auch in Deutschland dank höherer Temperaturen überleben. Sie wurde 2007 erstmals registriert.
Mücken können Krankheiten übertragen. (Illustration)Daniel Vogl/dpa
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Die unter Umständen krankheitserregende invasive Asiatische Tigermücke ist in Hessen nach derzeitigem Stand in 43 Kommunen registriert worden. „Regelmäßige Funde gibt es insbesondere im Landkreis Bergstraße, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie im Main-Taunus-Kreis“, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Brutstätten verhindern
Wie kann man sich gegen die kleinen Tiere schützen? Hierzu gibt es dem Ministerium zufolge mehrere Möglichkeiten. Die wirkungsvollste ist es, ihnen die Brutstätten zu nehmen. Die Tiere können schon in geringen Wassermengen brüten. Deshalb gilt unter anderem:
- Wasseransammlungen zum Beispiel in Untersetzern vermeiden und Regentonnen abdecken.
- Wasser in Vogeltränken und Planschbecken regelmäßig austauschen.
- Ungenutzte Blumenvasen zum Beispiel auf Friedhöfen auf den Kopf stellen.
- Regenrinnen mehrmals im Jahr von Laub befreien, damit sich kein Wasser staut.
- Sollte dies nicht helfen, kann mit fachlicher Beratung biologisches Bekämpfungsmittel eingesetzt werden.
Die Tigermücke trägt Krankheitserreger dem Ministerium zufolge nicht von Natur aus in sich, sondern muss sie über Infizierte erst selbst aufnehmen. Eingefangene Mücken können für ein Monitoring an das Dezernat Klimawandel des Ministeriums geschickt werden, alternativ können Fotos von ihnen per Mail übermittelt werden.
Potenzieller Überträger von Krankheiten
Die kleine, schwarz-weiß gestreifte Mücke kann den Angaben zufolge potenziell Krankheitserreger wie das Dengue-, das Chikungunya- oder das Zika-Virus übertragen. Aber: „In Hessen wurde bisher keine Übertragung von Erregern durch die Asiatische Tigermücke auf den Menschen nachgewiesen.“
Die Tiere stammen ursprünglich aus Südostasien und wurden durch den globalen Waren- und Reiseverkehr verschleppt. In Deutschland wurden sie dem Ministerium zufolge erstmals an der deutsch-schweizerischen Grenze im Jahr 2007 nachgewiesen.