Weniger Messerangriffe im öffentlichen Raum in Hessen
Hessens Innenminister will Messer aus Innenstädten und öffentlichen Verkehrsmitteln verbannen. Die rückläufige Zahl von Messerangriffen in der Öffentlichkeit sieht er als Bestätigung seiner Linie.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sieht den Rückgang der Zahl der Messerangriffe im öffentlichen Bereich als Bestärkung seiner Strategie. (Foto Archiv) Arne Dedert/dpa
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In Hessen ist es im vergangenen Jahr zu weniger Messerangriffen im öffentlichen Raum als im Vorjahr gekommen. Nach Angaben des hessischen Landeskriminalamtes ereigneten sich 371 solcher Taten im Bundesland, im Jahr 2024 hatte es 457 Angriffe gegeben. Auch die Zahl der Opfer ging zurück - und zwar von 554 auf 444.
„Jeder Messerangriff einer zu viel“
„Das ist aus meiner Sicht eine deutliche Bestätigung unserer konsequenten Linie in öffentlichen Bereichen“, erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU). Die Zahlen im vergangenen Jahr seien auch niedriger gewesen als die in den Jahren 2023 und 2022. „Trotzdem ist jeder Messerangriff einer zu viel. Deshalb werden wir unsere Anstrengungen hochhalten.“
Von Messern gingen erhebliche Gefahren aus, betonte der Minister. „Sie sind leicht verfügbar und können innerhalb weniger Sekunden zu einer echten Gefahr werden.“ Deshalb setze er sich konsequent dafür ein, Messer aus den Innenstädten und aus öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbannen, so Poseck.
Ein Baustein dafür sei die Innenstadtoffensive mit erhöhter Polizeipräsenz und vermehrten Kontrollen. Außerdem leisteten Waffenverbotszonen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Städte, sagte Poseck.