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Weinjahrgang 2026: Tolle Qualität, aber starke Ernteeinbußen

Die Winzer im Südwesten haben eine qualitativ hochwertige Weinernte eingefahren. Nur leider waren es in diesem Jahr sehr wenige Trauben.

Von dpa

07.10.2026

Die große Hitze und Trockenheit sorge für drastische Ernteeinbußen, teilte der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband mit.Marijan Murat/dpa

Die große Hitze und Trockenheit sorge für drastische Ernteeinbußen, teilte der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband mit.Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorge aber auch für drastische Ernteeinbußen, teilte der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) bei seiner Pressekonferenz zum Weinherbst mit.

„Wir dürfen uns auf einen außergewöhnlichen Weinjahrgang freuen. Die Trauben sind kerngesund, die Mostgewichte überdurchschnittlich und die Aromen hochkonzentriert“, sagte der Präsident des Verbands, Ulrich Theileis. 2026 habe das Potenzial, ein besonders guter Weinjahrgang zu werden. 

Knapp ein Drittel weniger Trauben in Württemberg

Nach ersten Schätzungen liege die Erntemenge in Württemberg allerdings rund 30 Prozent unter dem Vorjahr, in Baden werde mit einem Rückgang von etwa 15 Prozent gerechnet, teilte der Verband mit. Grund seien die anhaltende Trockenheit und Temperaturen von teils über 40 Grad im Sommer, die das Beerenwachstum deutlich gebremst hätten. Die Weinlese habe deshalb ungewöhnlich früh begonnen, in einzelnen Betrieben bereits um den 18. August.

Zusätzlich zur Trockenheit habe es im Sommer Hagelschäden gegeben, unter anderem am Kaiserstuhl und im Landkreis Ludwigsburg, wo einige Winzer innerhalb von rund zehn Minuten einen Großteil ihrer Ernte verloren hätten.

Verband: Tiefste Weinwirtschaftskrise 

Die kleine Ernte treffe die Branche in einer ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen Lage, so Verbandspräsident Theileis: „Die deutsche Weinwirtschaft befindet sich in ihrer tiefsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Sinkender Konsum, hohe Produktionskosten und Preisdruck setzten die Betriebe unter Druck. Allein 2025 seien rund 700 Hektar weniger Rebfläche durch Genossenschaftswinzer bewirtschaftet worden als im Jahr zuvor.

„Wir dürfen uns auf einen außergewöhnlichen Weinjahrgang freuen“, so der Verbandspräsident.Marijan Murat/dpa

„Wir dürfen uns auf einen außergewöhnlichen Weinjahrgang freuen“, so der Verbandspräsident.Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Nach ersten Schätzungen liegt die Erntemenge in Württemberg rund 30 Prozent unter dem Vorjahr, in Baden wird mit einem Rückgang von etwa 15 Prozent gerechnet.Marijan Murat/dpa

Nach ersten Schätzungen liegt die Erntemenge in Württemberg rund 30 Prozent unter dem Vorjahr, in Baden wird mit einem Rückgang von etwa 15 Prozent gerechnet.Marijan Murat/dpa

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Zusätzlich zur Trockenheit hat es im Sommer Hagelschäden gegeben.Marijan Murat/dpa

Zusätzlich zur Trockenheit hat es im Sommer Hagelschäden gegeben.Marijan Murat/dpa

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Einige Winzer haben wegen des Hagels innerhalb von rund zehn Minuten einen Großteil ihrer Ernte verloren.Marijan Murat/dpa

Einige Winzer haben wegen des Hagels innerhalb von rund zehn Minuten einen Großteil ihrer Ernte verloren.Marijan Murat/dpa

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