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Was sind das für Sandhaufen am Strand von Warnemünde?

Warum türmen sich in Warnemünde Sandberge auf? Was macht eine Planierraupe dort? Und was hat das mit der Hafenzufahrt zu tun? Erosion und Menschen sorgen für eine Art „Kreislaufsystem“.

Von dpa

07.03.2026

Eine Planierraupe räumt derzeit in Warnemünde den Strand auf.Bernd Wüstneck/dpa

Eine Planierraupe räumt derzeit in Warnemünde den Strand auf.Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Am Strand von Warnemünde sind derzeit weithin Sandhaufen verteilt - teils zur Freude der Strandbesucher und -besucherinnen, die sich daran ausruhen und sonnen. Doch was hat es damit auf sich und warum verteilt eine Planierraupe den Sand wieder?

„Über die Wintermonate wird ein Großteil des Sandes durch vorherrschenden Westwind Richtung Westmole geweht“, erklärt Moritz Naumann von der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde. 

Lars Tiepolt vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg führt aus: „Das ist die Besonderheit in Warnemünde, dass wir durch diese Molen an der Hafenzufahrt da eben den Sedimenttransport sehr stark unterbinden. Und dass deshalb sehr viel Material immer da vorne liegenbleibt.“ Das Ganze wirke wie eine Art „Sandfalle“.

Wie ein Kreislauf

Zum Ende der Sturmflutsaison werde der Sand wieder Richtung Westen verteilt wie in einer Art „Kreislaufsystem“.

Von den Arbeiten profitieren auch Sonnenbader.Bernd Wüstneck/dpa

Von den Arbeiten profitieren auch Sonnenbader.Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Laut Naumann werden bis zu 25.000 Tonnen wieder gleichmäßig verteilt. Dazu beladen seinen Angaben zufolge Bagger Traktoren mit Sand, die diesen als Hügel über den Strand verteilen. „Aktuell begradigt eine Raupe diese Hügel.“

Die Maßnahme diene unter anderem dem Küstenschutz. Damit die Dünen richtig funktionierten, müsse der Sand richtig verteilt sein. „Denn zu viel könnte die bestehende Vegetation gefährden.“ Auch für den Seekanal habe die Maßnahme eine Funktion. „Denn die Fahrrinne wird auf diese Weise vor zu viel Sandeintrag geschützt“, so Naumann. 

Schließlich könne der Strand auch touristisch oder etwa als Sportstätte besser genutzt werden, wenn der Sand verteilt werde. Im Anschluss an die aktuellen Arbeiten sollen die Düneneinzäunung sowie die Strandaufgänge installiert werden. Die Arbeiten auf dem Strand starteten laut Naumann meist im Februar und seien zum Strandsaisonstart an Ostern beendet.

Grund für die Arbeiten ist unter anderem die Hafenzufahrt, die wie eine große Sandfalle wirkt.Bernd Wüstneck/dpa

Grund für die Arbeiten ist unter anderem die Hafenzufahrt, die wie eine große Sandfalle wirkt.Bernd Wüstneck/dpa

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