ÖPNV-Tarifgespräche auf 13. April vertagt - keine Einigung
Im Tarifstreit für die Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern lässt eine Einigung auf sich warten. Auch die vierte Runde brachte keine Verständigung.
Begleitet wurden die Tarifgespräche in Rostock von einem Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn AG. Bernd Wüstneck/dpa
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Die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Arbeitgeber haben ihre Tarifgespräche nach stundenlangen Verhandlungen auf den 13. April vertagt. Das teilten beide Seiten nach der vierten Verhandlungsrunde in Rostock mit. Bis zur fünften Runde soll es laut Verdi aber keine Warnstreiks mehr geben. Bei den Verhandlungen geht es um Regelungen im Manteltarifvertrag.
„Es wurden heute sehr intensive Gespräche geführt, in denen die Arbeitgeberseite der Gewerkschaft in zentralen Forderungen entgegengekommen ist. Leider hat es auf der Gewerkschaftsseite noch nicht zu einer Annahme unseres sehr weitreichenden Angebots geführt“, sagte die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Mecklenburg-Vorpommern (KAV) Carola Freier.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen hätten die Forderungen der Gewerkschaft zur Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich gestanden. Die Arbeitgeber lehnten das als nicht finanzierbar ab, verwiesen aber auf ihr 48-monatiges Angebot, das eine bereits heute festgelegte Entgeltsteigerung mit einer stufenweisen Arbeitszeitreduzierung bis auf 38 Wochenstunden im Jahr 2030 beinhalte.
Straßenbahnen und Busse blieben am Vormittag bei der Rostocker Straßenbahn AG in den Depots. Bernd Wüstneck/dpa
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2.800 Beschäftigte betroffen
Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring betonte: „Wir haben heute viele Gesprächsrunden geführt und sehr komplexe Angebote erlebt, die insgesamt noch nicht das sind, was unsere Kolleginnen und Kollegen erwarten und benötigen.“ Die Situation müsse nun besprochen werden.
„Die Warnstreiks auszusetzen ist ein Signal von uns, um die Fahrgäste – gerade in der Osterzeit – nicht zusätzlich zu belasten. Sollte es jedoch am 13. April zu keiner Einigung kommen, werden danach massive Ausweitungen der Warnstreiks die Folge sein“, so Bähring weiter.
Die Gespräche, die heute um 10.00 Uhr begannen, wurden begleitet von Warnstreiks in Rostock. Bei der Rostocker Straßenbahn AG fielen sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof aus. Die Tarifverhandlungen starteten Mitte Dezember vorigen Jahres. Betroffen sind rund 2.800 Beschäftigte in MV.