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Verdi ruft zu Warnstreik im Hamburger Nahverkehr auf

Am Montag könnten U-Bahnen und Busse in Hamburg weitgehend stillstehen. Was Verdi mit dem Warnstreik fordert und wer alles betroffen ist.

Von dpa

30.01.2026

Fahrgäste der Hamburger U-Bahn und zahlreicher Busse müssen sich am Montag wegen eines Warnstreiks auf erhebliche Einschränkungen einstellen. (Archivbild)David Hammersen/dpa

Fahrgäste der Hamburger U-Bahn und zahlreicher Busse müssen sich am Montag wegen eines Warnstreiks auf erhebliche Einschränkungen einstellen. (Archivbild)David Hammersen/dpa

© David Hammersen/dpa

Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen sich am Montag in Hamburg auf erhebliche Einschränkungen bei U-Bahnen und Bussen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat unter anderem Beschäftigte der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. 

Neben Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr seien auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehrerer Betriebe im öffentlichen Dienst aufgefordert, die Arbeit niederzulegen. Dazu zählen laut Verdi Beschäftigte aus der TU Harburg, aus Bezirksämtern, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetrieben, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft und Rechnungshof.

Warnstreiks im Nahverkehr beginnen um 03.00 Uhr 

Die Warnstreiks bei der VHH und der Hamburger Hochbahn beginnen nach Gewerkschaftsangaben am Montag um 3:00 Uhr. Auch die Nachtbusse von Montag auf Dienstag seien vom Warnstreik betroffen. Am Morgen sei beim Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg eine Kundgebung geplant. Von dort führe dann ein Demonstrationszug bis zum Harburger Rathausplatz, wo um 10:30 Uhr die gemeinsame Streikkundgebung der Beschäftigten von Hochbahn, VHH und aus dem öffentlichen Dienst der Länder stattfinde.

Verzögerungen bei der Containerabfertigung im Hafen möglich 

Wegen Arbeitskampfmaßnahmen beim Veterinäramt könne es auch bei der Containerabfertigung im Hamburger Hafen zu Verzögerungen kommen, teilte Verdi mit. Ebenso sei zu erwarten, dass an den Schleusen im Alster- und Billerevier nur sehr eingeschränkt gearbeitet werde. Verdi betonte, dass bei der Feuerwehr nur der technische Dienst bestreikt werde, der Rettungsdienst bleibe voll funktionsfähig.

Verdi fordert für die Hochbahn-Beschäftigten unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Auch die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeit seien Teil des Forderungspakets.

Kein Angebot der Hochbahn-Arbeitgeber

Bei der ersten Verhandlungsrunde heute legten die Hochbahn-Arbeitgeber laut Verdi kein Angebot vor. Daneben wird derzeit bei der VHH ein neuer Manteltarifvertrag verhandelt. Zwei Verhandlungsrunden hätten dort bislang keine Einigung gebracht. 

Auch im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sei in der zweiten Verhandlungsrunde lediglich eine Lohnsteigerung in Höhe der aktuellen Inflation und einen „Schnaps“ darüber in Aussicht gestellt worden.

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