Warnstreik bei den Stadtbussen: Alternativen nötig
Wegen eines Warnstreiks fahren heute in mehreren Städten in Schleswig-Holstein keine Stadtbusse. Pendelnde müssen sich auf Alternativen einstellen.
In Schleswig-Holstein gibt es Warnstreiks bei den kommunalen Busunternehmen in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster. (Symbolbild)Christophe Gateau/dpa
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Wegen eines Warnstreiks müssen sich Pendelnde in Kiel, Lübeck, Neumünster heute nach einer Alternative zum Stadtbus umsehen. Von der ganztägigen Protestaktion sind bis Betriebsschluss die Busse der KVG in Kiel, der Stadtwerke Lübeck Mobil, des SWN Stadtverkehrs in Neumünster und des Unternehmens Aktiv Bus in Flensburg betroffen. Gewerkschaft und Arbeitgeberverband rechneten im Vorfeld damit, dass die Busverkehre in den vier kreisfreien Städten zum Erliegen kommen.
Verdi hat für Montag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Streikende aus Schleswig-Holstein und dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern sind zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration von 10.00 Uhr an hinter dem Gewerkschaftshaus in Lübeck aufgerufen.
Zweite Verhandlungsrunde
In den Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Insgesamt betroffen seien fast 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
In Schleswig-Holstein verhandeln die Tarifpartner über einen neuen Manteltarifvertrag. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 18. Februar. Über höhere Löhne und Gehälter soll erst im Sommer verhandelt werden.