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Warnstreik an Unikliniken – Tarifverhandlungen gehen weiter

1.600 Beschäftigte legen die Arbeit nieder, OP-Säle bleiben geschlossen. Verdi fordert mehr Geld – die Arbeitgeber warnen vor wirtschaftlichen Folgen.

Von dpa

16.06.2026

Erneut Warnstreiks an den vier Uni-Kliniken. (Symbolbild)Hannes P Albert/dpa

Erneut Warnstreiks an den vier Uni-Kliniken. (Symbolbild)Hannes P Albert/dpa

© Hannes P Albert/dpa

Erneut ausgefallene Operationen und längere Wartezeiten: Vor der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten an den vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen haben 1.600 Männer und Frauen landesweit die Arbeit niedergelegt, wie ein Gewerkschaftssprecher in Stuttgart mitteilte. Hintergrund war ein zweitägiger Warnstreikaufruf von Verdi für die Beschäftigten in der laufenden Tarifrunde. 

Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker teilte mit: „Das ist ein klares Signal der Beschäftigten an ihre Arbeitgeber. Wir erwarten ein anständiges Angebot beim Gehalt, das sich nicht hinter einer falschen Gesundheitspolitik versteckt.“ Mit der unnötigen Kündigung des Rationalisierungsschutz-Tarifvertrages hätten die Unikliniken für erhebliche Verunsicherung in den Belegschaften gesorgt. 

Rund 1.500 Beschäftigte waren dem Streikaufruf nach Angaben der Gewerkschaft bereits am Montag gefolgt. An den Standorten seien OP-Säle geschlossen und Betten nicht belegt gewesen. Die Notfallversorgung sowie lebenswichtige Behandlungen sollten aber weiter gewährleistet bleiben. 

 Kliniken verweisen auf schwierige wirtschaftliche Situation 

Der Arbeitgeberverband (AGU) der vier Unikliniken hatte den Warnstreik kritisiert und ein Angebot für die zweite Verhandlungsrunde angekündigt. Ein Sprecher hatte zugleich darauf verwiesen, dass die wirtschaftliche Situation der Unikliniken in Baden-Württemberg schwierig sei. Hinzu kämen zu erwartende weitreichende Folgen der aktuellen Gesundheitsreform. 

Hintergrund des zweitägigen Ausstands sind die Tarifverhandlungen für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.

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