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Vor schweren Auswärtsspielen – Volleys hoffen auf Trendwende

Neuer Trainer, neue Hoffnung: Die Volleys kämpfen mit Personalproblemen, wollen aber gegen den Club-Weltmeister Selbstvertrauen für das Bundesliga-Topspiel sammeln.

Von dpa

19.01.2026

In Lüneburg geht es für die Volleys um Platz eins. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

In Lüneburg geht es für die Volleys um Platz eins. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Der Trainerwechsel hat bei den BR Volleys nicht im Handumdrehen alle Probleme gelöst, aber Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht vor zwei schweren Auswärtsaufgaben erste positive Veränderungen. „Dass man durch so eine Aktion nicht von heute auf morgen alles umstellen kann und sich alles ändern kann, ist klar“, sagte der 73-Jährige nach dem hart erkämpften 3:1 gegen Giesen. „Eine gewisse Verkrampftheit war noch dabei, aber auch eine gewisse Freude war zu sehen.“

In den nächsten beiden Spielen wird diese Freude auf die Probe gestellt. Erst treten die Berliner in der Königsklasse am Mittwoch beim amtierenden Club-Weltmeister Perugia an. Dann geht es am Samstag in der Bundesliga in Lüneburg um die Tabellenführung.

Verbindung zwischen Coach und Team stimmte nicht mehr

Besonders eine größere mannschaftliche Geschlossenheit nahm Niroomand gegen Giesen wahr. Am vergangenen Dienstag hatte der deutsche Rekordmeister auf den für seine Ansprüche durchwachsenen Saisonverlauf reagiert und sich nach zweieinhalb Jahren von Joel Banks getrennt. Neuer Coach ist Alexandre Leal, der vorher Banks assistierte.

„Es liegt nicht nur am Trainer, aber wenn diese Verbindung zwischen Trainer und Mannschaft weg ist, hat man ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder muss ich die Mannschaft austauschen oder den Trainer. Und da ist meistens der Trainer leider das schwächste Glied“, sagte Niroomand. 

Volleys-Chef Niroomand sieht erste Verbesserungen nach dem Trainerwechsel. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

Volleys-Chef Niroomand sieht erste Verbesserungen nach dem Trainerwechsel. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

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Der Zeitpunkt hatte etwas überrascht, doch der 73-Jährige war schon die ganze Saison über unzufrieden mit den Leistungen des Teams. Leal und Co-Trainer Markus Steuerwald sollen das Team erst einmal bis Saisonende betreuen. „Davon gehe ich jetzt erst mal aus und dann gucken wir, wie das in der nächsten Saison weitergeht“, sagte Niroomand. Er beobachte die Situation aber und sondiere den Markt.

Perugia als Vorbereitung auf Lüneburg

Auch Nationalspieler Moritz Reichert räumte ein, dass es zwischen Banks und dem Team nicht mehr passte. „Es war einfach die ganze Saison über so ein bisschen insgesamt der Wurm drin“, sagte der 30-Jährige.

Dazu kommen aktuell auch noch einige Personalprobleme. Im Mittelblock sind weiterhin nur zwei Stammkräfte verfügbar. Gegen Giesen fiel auch noch Libero Kyle Dagostino aus. Dementsprechend sehen die Berliner das Spiel bei Perugia eher als Vorbereitung auf Lüneburg. „Also damit wir dort irgendwie eine Chance haben, müssten wir schon in Topbesetzung und in Topform sein“, sagte Niroomand.

Beim Rivalen in Niedersachsen sind die Duelle immer hitzig. Stück für Stück haben sich die Volleys in der Tabelle wieder ran geschlichen und könnten mit einem Sieg nach Punkten gleichziehen. „Jetzt haben wir es ein bisschen in der Hand“, sagte Reichert. Und eine Revanche für die 0:3-Klatsche im Hinspiel haben die Berliner sicher auch im Kopf.

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