dpa

Von Grund- und Schreibschrift - Was Thüringer Kinder lernen

Thüringer Grundschüler starten mit einer unverbundenen oder teilverbundenen Schrift. Wie daraus eine flüssige, persönliche Handschrift werden soll.

Von dpa

18.10.2026

Auf dem Weg zu einer individuellen Handschrift sollen Schülerinnen und Schüler Buchstaben miteinander verbinden. (Symbolbild)Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Auf dem Weg zu einer individuellen Handschrift sollen Schülerinnen und Schüler Buchstaben miteinander verbinden. (Symbolbild)Mohssen Assanimoghaddam/dpa

© Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Mit Änderungen im Lehrplan für Grundschulen hat das Thüringer Bildungsministerium den Weg für Kinder zur individuellen Handschrift angepasst. „Die individuelle Handschrift ist das Ziel heute“, sagte Bildungsminister Christian Tischner der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Kinder sollten mit der Grundschrift beginnen und dann relativ schnell die Buchstaben miteinander verbinden, so der CDU-Politiker.

Im Grundschulbereich gibt es seit diesem Schuljahr einen neuen Lehrplan - als Erprobungsfassung. Dort heißt es: „Schülerinnen und Schüler erlernen eine unverbundene oder teilverbundene Erstschrift.“ Von dort aus sollen die Schülerinnen und Schüler zu einer dynamischen Bewegung beim Verbinden der Buchstaben kommen. „Zum Erwerb einer verbundenen, flüssigen, gut lesbaren individuellen Handschrift kann eine Übergangsschrift dienen, die bewegungsgünstig und formklar ist“, steht im neuen Lehrplan. Die Erprobungsphase dauert den Angaben nach dieses und das kommende Schuljahr. 

Wichtiger als die gewählte Schriftform sei die Qualität des Handschreibunterrichts. „Der Weg zum Ziel führt über Erproben, Üben und Reflektieren seitens der Schülerinnen und Schüler sowie Beobachten, Anleiten und Begleiten seitens der Lehrkräfte.“ Außerdem soll „digitales Schreiben“ den Handschreibunterricht ergänzen.