Vom Meer ins Land - Wie der Hafenbahnhof erweitert wird
Mehr Gleise, mehr Tempo: Warum der Ausbau eines Hafenbahnhofs für Autos, Landmaschinen und Militärfahrzeuge wichtig ist.
Der Bahnhof soll um sieben zusätzliche Vorstellgleise erweitert werden.Sina Schuldt/dpa
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Immer mehr Container und Fahrzeuge sollen mit dem Zug vom Seehafen Bremerhaven an ihr Ziel gebracht werden. Dafür wird der Hafenbahnhof Speckenbüttel erweitert und digitalisiert, wie der Hafenbetreiber Bremenports ankündigte. Mit dem Spatenstich am Vormittag (11.00 Uhr) beginnen offiziell die Arbeiten für sieben zusätzliche Vorstellgleise und ein elektronisches Stellwerk.
Der Bahnhof Speckenbüttel ist der zentrale Knotenpunkt des Schienengüterverkehrs in den Bremischen Häfen: Über die Hälfte des Container-Hinterlandverkehrs wird hier abgewickelt. Zudem rollen rund 80 Prozent des RoRo-Umschlags über die Gleise des Bahnhofs – von Autos über landwirtschaftliche Geräte bis zu Militärfahrzeugen.
Mehr als die Hälfte der Container wird mit dem Zug abtransportiert.Sina Schuldt/dpa
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Bisher gibt es 16 Vorstellgleise. Doch damit komme der Bahnhof an seine Grenzen, teilte ein Sprecher von Bremenports mit. Die weiteren Gleise und das digitale Stellwerk sollen das Zusammenspiel von Schiene und Hafen verbessern. Das Projekt soll rund 56 Millionen Euro kosten.
Die neuen Gleise entstehen direkt neben den bestehenden Vorstellgleisen. „Der laufende Betrieb wird nicht eingeschränkt“, betonte der Sprecher der Hafengesellschaft. Die Arbeiten sollen Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Außerdem soll der Bahnhof ein modernes elektronisches Stellwerk erhalten.Sina Schuldt/dpa
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