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Vogelzählung: Haussperling weiter an der Spitze

Schwächelnde Schwalben und Mauersegler - Was die Zahlen der Gartenvogelzählung auch über den Zustand der Natur verraten.

Von dpa

26.05.2026

Werden häufig gesichtet: Haussperlinge. (Archivbild)Waltraud Grubitzsch/dpa

Werden häufig gesichtet: Haussperlinge. (Archivbild)Waltraud Grubitzsch/dpa

© Waltraud Grubitzsch/dpa

Der Haussperling ist auch dieses Jahr bei der jährlichen „Stunde der Gartenvögel“ in Rheinland-Pfalz am häufigsten gesichtet worden. Pro Garten seien 4,11 dieser Sperlinge gemeldet worden, teilte der Naturschutzbund Nabu in Mainz mit. Dies im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang von zehn Prozent.

Auch bei den Mauerseglern (Rang zehn) ging es abwärts. Die Sommerboten mit ihrem typischen „Sri-sri“ stürzten in Rheinland-Pfalz im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf 0,93 Tiere ab. Die Mehlschwalben-Sichtungen (Rang acht) nahmen in Rheinland-Pfalz mit minus zehn Prozent auf 1,15 Tiere ebenfalls deutlich ab. „Beide Arten sind Gebäudebrüter und Insektenfresser. Es könnten also Insektenschwund und nicht vogelfreundliche Sanierung alter Gebäude eine Rolle spielen“, vermutete Klara Harres vom Nabu. Zum Teil kehrten Tiere aber auch erst später als üblich aus ihren Winterquartieren zurück.

Rang zwei für Kohlmeise

Auf Platz zwei des diesjährigen Rankings liegt die Kohlmeise (2,54 Tiere), ihre Zahl schrumpfte um drei Prozent. Auch bei den Amseln auf Rang drei gab es einen Rückgang, und zwar um zwei Prozent auf 2,42 Tiere. Besser sieht es etwa bei den Staren aus, die es dieses Jahr mit einem Plus von acht Prozent (1,69 Tiere) auf Rang vier schafften. Die Rabenkrähe (0,7) legte um 13 Prozent zu und liegt damit auf Platz elf. 

In Rheinland-Pfalz machten dieses Jahr knapp 2.500 Menschen bei der Aktion mit und zählten am zweiten Maiwochenende die Vögel im Garten oder Park. Die nächste Vogelzählung findet mit der „Stunde der Wintervögel“ vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.

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