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Verkehrsminister will über Alkoholverbot im Zug sprechen

Zugbegleiter sehen sich gelegentlich mit Anfeindungen bei der Arbeit konfrontiert. Im äußersten Fall kommt es sogar zur Gewalt. Der Verkehrsminister bringt ein Alkoholverbot für Fahrgäste ins Spiel.

Von dpa

06.04.2026

Robert Crumbach bringt ein Alkoholverbot im Regionalverkehr ins Spiel. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Robert Crumbach bringt ein Alkoholverbot im Regionalverkehr ins Spiel. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Brandenburgs Verkehrsminister denkt über ein mögliches Alkoholverbot im Nahverkehr nach. „Aber wenn ich mir anschaue, was denn der Hauptgrund für Sicherheitsprobleme sind, dann stelle ich fest, es ist sehr häufig Alkoholkonsum“, sagte Robert Crumbach (SPD) im Interview des „Nordkurier“. Man müsse tatsächlich auch darüber nachdenken, „ob wir Alkoholkonsum in Zügen, auf Bahnhöfen und Bahnsteigen künftig weiter tolerieren wollen“.

Die Gewerkschaften EVG und GDL klagen seit einiger Zeit über zunehmend enthemmtere Angriffe gegen Zugbegleiter. Für Crumbach spielt Alkoholkonsum dabei oft eine Rolle. „Und wir müssen auch mal hingucken, ob das Alkoholverbot vielleicht auch nur zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Strecken gilt“, führte der Minister aus. Er wünsche sich, dass dieses Thema in nächster Zeit einmal gründlich diskutiert werde. „Die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter, die von Betrunkenen angegriffen oder angepöbelt werden, haben es verdient, dass wir das ernst nehmen.“

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