Unions Rothe lobt Trainerin Eta: „Neue Energie gebracht“
Tom Rothe sieht in der Verpflichtung von Marie-Louise Eta als Trainerin von Union nichts Spektakuläres. Der Außenspieler könnte sich ein längerfristiges Engagement der ersten Cheftrainerin vorstellen.
Tom Rothe (l) sieht viel Positives in der Zusammenarbeit mit Eta. (Archivbild)Torsten Silz/dpa
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Die Niederlage beim 1. FC Heidenheim war für Unions Tom Rothe ein Weckruf in dieser Spielzeit der Fußball-Bundesliga. Mit dem damit verbundenen Wechsel von Steffen Baumgart zu Marie-Louise Eta kam wieder neue Energie in die Mannschaft. „Das war schon gut für die Saison“, sagte der 21 Jahre alte Außenbahnspieler vor der abschließenden Partie gegen den FC Augsburg im Stadion An der Alten Försterei am Samstag (15.30 Uhr/DAZN und Sky). Zu Eta sagte er: „Sie macht einen Super-Job.“
Für den gebürtigen Rendsburger war die Umstellung, unter einer Frau zu trainieren, überhaupt nichts Spektakuläres. Dem früheren Dortmunder und Kieler komme es auf die Ergebnisse an und die stimmten: „Wir haben gute Spiele unter ihr gemacht.“
Positives Gefühl nach erstem Sieg unter Eta
Vor allem nach dem Punktgewinn gegen Köln verbunden mit dem Klassenerhalt, aber auch nach dem ersten Sieg unter Eta in Mainz am vergangenen Sonntag war eine Last abgefallen. „Der erste Sieg hat uns alle gefreut und ein positives Gefühl gegeben, dass wir noch Spiele gewinnen können. Hoffentlich können wir das am Wochenende wiederholen.“
Auch wenn Rothe auf einen Sieg zum Abschluss hofft, würde der frühere Jugendspieler des FC St. Pauli am Samstag den spannenden Dreikampf der Hamburger mit dem VfL Wolfsburg und Heidenheim „am liebsten in der Konferenz verfolgen. Aber das geht ja nicht“ sagte Rothe lachend.
Träumen vom internationalen Geschäft
Rothe persönlich freute sich über das Vertrauen, das die 34-jährige Eta dem siebenmaligen U21-Fußballnationalspieler geschenkt habe, vor allem weil Rothe aus einer Verletzung kam. Auch deshalb könnte sich der seit 2024 in Köpenick spielende Profi einen weiteren Verbleib Etas an der Seitenlinie vorstellen. Er wisse aber, dass er sich nach dem Sommer wieder „unter einem neuen Trainer beweisen“ muss, da Eta die Bundesliga-Frauen von Union übernimmt.
Und mit dem neuen Trainer sollen auch neue Ziele ausgegeben werden. Der Kampf um den Klassenerhalt ist traditionell der Anspruch, doch der Jungprofi träumt auch von höheren Tabellenregionen: „Es wäre cool, vielleicht mal wieder um internationale Plätze mitzuspielen.“