Umfrage sieht AfD vorn - Kritischer Blick nach Berlin
Die großen Veränderungen bringt der „Rheinland-Pfalz-Report“ bei der Frage nach der bevorzugten Partei nicht. Die Gewinner kommen aus der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition.
Welche politische Farbe hätte derzeit die besten Chancen in Rheinland-Pfalz? (Symbolfoto)Michael Brandt/dpa
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Ein halbes Jahr nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst vorn. Bei der Frage nach der politisch bevorzugten Partei verliert sie im neuesten repräsentativen „Rheinland-Pfalz Report“ im Auftrag der „Rhein-Zeitung“ und des privaten Radiosenders RPR.1 zwar einen Prozentpunkt, rangiert mit 23 Prozent aber weiter an der Spitze. Dahinter liegen die Regierungsparteien CDU mit 16 (minus ein Prozentpunkt) sowie SPD mit 15 (unverändert).
Die nach der Wahl im vergangenen März aus der Regierung ausgeschiedenen Grünen legen im Vergleich zum vergangenen „Rheinland-Pfalz-Report“ von 10 auf 13 Prozent zu, die Linken kommen unverändert auf 8 Prozent und die Freien Wähler steigern sich von 5 auf 8 Prozent. FDP und BSW liegen mit 4 beziehungsweise 3 Prozent weiter unter der für den Einzug in den Landtag entscheidenden Schwelle von 5 Prozent.
13 Prozent bewerten Arbeit von Schnieder mit „sehr gut“ oder „gut“
Bei der Online-Erhebung wurden den Angaben zufolge mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren im Land befragt. 13 Prozent von ihnen bewerteten demnach die Arbeit von CDU-Ministerpräsident Gordon Schnieder mit sehr gut oder gut, 45 Prozent gaben keine Bewertung ab oder wussten keine.
Während 18 Prozent der Befragten erwarten, dass sich Rheinland-Pfalz unter der schwarz-roten Landesregierung positiv entwickeln wird, sagen 38 Prozent eine negative Entwicklung voraus.
43 Prozent gaben an, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Lage in den vergangenen Monaten verschlechtert hat. 62 Prozent der Befragten machen die Bundesregierung aus CDU und SPD für ihre wirtschaftliche Lage verantwortlich.