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Trinkwasser landesweit nur gering mit PFAS belastet

Sie werden als Ewigkeitschemikalien bezeichnet: PFAS sind in Sachsen-Anhalts Trinkwasser nur vereinzelt nachweisbar. Was das aktuelle Monitoring über Belastung und Grenzwerte zeigt.

Von dpa

07.03.2026

Das Landesamt für Verbraucherschutz hat die gesamte öffentliche Trinkwasserversorgung in den Blick genommen. (Symbolbild)Philipp von Ditfurth/dpa

Das Landesamt für Verbraucherschutz hat die gesamte öffentliche Trinkwasserversorgung in den Blick genommen. (Symbolbild)Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Das Trinkwasser in Sachsen-Anhalt weist einem landesweiten Monitoring zufolge nur eine sehr geringe Konzentrationen der Ewigkeitschemikalien PFAS auf. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) in einem Abschlussbericht zum PFAS-Monitoring mitteilte, werden in keinem Wasserversorgungsgebiet entsprechende Summengrenzwerte überschritten. Es seien nur sehr geringe Konzentrationen von Einzelsubstanzen beobachtet worden. Derzeit gebe es keine Hinweise auf eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit. 

Chemikalien stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind synthetische Chemikalien, die seit den 1950er Jahren in Industrie und Haushalt eingesetzt werden. Wegen ihrer extremen Stabilität und Langlebigkeit werden sie auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Sie reichern sich in der Umwelt an und können Lebensmittel und Trinkwasser verunreinigen. PFAS stehen im Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen

Bundesweite Untersuchungen weisen PFAS nach

Bundesweit zeigen Untersuchungen unterschiedliche Belastungsgrade. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wies in einer Analyse von 2025 in 42 von 46 Trinkwasserproben PFAS nach, wobei die geltenden Grenzwerte nicht überschritten wurden. In Niedersachsen lagen Werte aus Goslar und Leer über der tolerablen Wochendosis der ab Ende 2027 geltenden neuen Grenzwerte.

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