Trinkspiel für den guten Zweck - Flunkyball-WM in Elmshorn
Bei der Flunkyball-WM zählt Präzision: Erst wird gezielt, dann schnell getrunken – und am Ende profitieren auch soziale Initiativen von dem Wettstreit. Mehrere Tausend Menschen zog es nach Elmshorn.
Nur mit Präzision kann die Flasche mit einem Tennisball getroffen werden.Katrin Luxenburger/dpa
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Ein Tennisball, eine leere Flasche und viele volle Flaschen Bier - das ist das Equipment für einen speziellen Wettstreit. Mit Bierdurst und Kampfgeist sind in Elmshorn (Kreis Pinneberg) Teams aus ganz Deutschland zur Flunkyball-Weltmeisterschaft zusammengekommen. Etwa 3.000 Menschen nahmen nach Angaben des Veranstalters teil.
Bei dem Turnier traten in diesem Jahr 61 Teams mit je vier bis fünf Mitgliedern an. „Das Besondere an der WM ist der Spirit von allen Leuten, die hier sind. Sie kommen aus der ganzen Welt angereist und haben gute Laune“, sagte Jonas Jensen vom Flunkyball Verein Elmshorn.
In diesem Jahr waren auch Teams aus Norwegen und Finnland dabei. Neben dem Spaß und der guten Stimmung geht es auch um sportlichen Wettkampf. „Zwischen den Spielen trinken wir nichts, damit unsere Trefferquote nicht negativ beeinflusst wird“, erzählte Gordon Böhme vom Team „Die Schöne und das Bier“. Sein Team ist mit sieben Siegen in den vergangenen elf Jahren Rekordmeister bei der Flunkyball-WM in Elmshorn. „Das Turnier ist das Highlight des Jahres“, sagte er.
Sammeln für den guten Zweck
Es wurden auch Einnahmen für einen guten Zweck gesammelt - beziehungsweise ertrunken. In den letzten Jahren seien über 40.000 Euro an Spenden zusammengekommen, so Jonas Jensen. Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit einem hohen Spendenbetrag, der dem neuen Jugendzentrum in Elmshorn zugutekommen soll.
Bier muss schnell geleert werden
Bei Flunkyball, auch Bierball genannt, treten zwei Teams gegeneinander an. Mit einem Tennisball muss eine leere Flasche auf der Mittellinie eines Spielfelds umgeworfen werden. Fällt sie um, setzen die Teammitglieder an und trinken so schnell wie möglich ihr Bier. Währenddessen rennt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft zur Mitte, stellt die Flasche wieder auf und hält den Ball in die Luft - in diesem Moment muss mit dem Trinken aufgehört werden. Gewonnen hat das Team, das seine Flaschen zuerst leert.
Nur wer schnell trinkt, kann auch gewinnen.Katrin Luxenburger/dpa
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Zur Flunkyball-WM zieht es jedes Jahr viele Menschen nach Elmshorn.Katrin Luxenburger/dpa
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