Thüringer Linke-Chefin scheitert bei Dezernenten-Wahl
Nach einer umstrittenen Dezernenten-Wahl in Erfurt scheitert auch Linke-Chefin Katja Maurer. Wie es mit der Besetzung des Sozialdezernenten-Postens weitergeht, ist offen.
Katja Maurer ist Landesvorsitzende der Linken in Thüringen und wollte Sozialdezernentin in Erfurt werden. Doch ihre Wahl scheiterte zunächst. (Archivbild)Bodo Schackow/dpa
© Bodo Schackow/dpa
Die Thüringer Linke-Chefin Katja Maurer ist bei der Wahl zur Sozialdezernentin der Stadt Erfurt gescheitert. Maurer fehlten bei der Wahl am Mittwochabend zwei Stimmen, wie mehrere Teilnehmer der Stadtratssitzung bestätigten. Zuvor hatten mehrere Medien über die Wahl berichtet. Die 35-Jährige ging nicht in einen zweiten Wahlgang, um eine mögliche Wahl mit AfD-Stimmen zu verhindern.
Erst Mitte September wurde bei einer Stadtratssitzung der SPD-Politiker Philippe Wolff zum neuen Baudezernenten gewählt – nach Überzeugung von mehreren Räten nur mit Hilfe von AfD-Stimmen. Der bisherige Baudezernent von der Linken war bei der Wahl gescheitert.
Wie es bei der Besetzung des Sozialdezernenten-Postens weitergeht, ist offen. „Der Oberbürgermeister hat sich verkalkuliert und hätte wissen müssen, dass wenn man nicht mit den anderen Fraktionen redet im Vorfeld, dass dann genau das passiert, was passiert ist“, sagte die Fraktionschefin der Linken im Stadtrat, Karola Stange. Ob es für Maurer einen zweiten Anlauf geben wird, ist noch ungewiss. Auf die Frage, ob sie noch einmal antreten würde, sagte sie: „Ich hatte noch keine Sekunde Zeit, mir darüber Gedanken zu machen.“