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Studentisches Wohnen in Berlin: Nur München ist teurer

Berlin bleibt für Studenten ein teures Pflaster: Das Bafög reicht nicht zum Wohnen. Auch in anderen Städten müssen sie relativ viel Geld fürs Wohnen ausgeben.

Von dpa

30.09.2026

Berlin ist laut einer Studie eines der teuersten Pflaster für Studenten. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

Berlin ist laut einer Studie eines der teuersten Pflaster für Studenten. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Trotz zuletzt leicht sinkender Mieten müssen Studenten in Berlin weiterhin besonders tief in die Tasche greifen. Für eine studentische Musterwohnung mit 30 Quadratmetern werden in der Hauptstadt im Durchschnitt 725 Euro Warmmiete fällig. Damit ist Berlin nach München der zweitteuerste Hochschulstandort Deutschlands, wie aus dem MLP Studentenwohnreport 2026 hervorgeht. Für ein Muster-WG-Zimmer werden in Berlin demnach durchschnittlich 659 Euro pro Monat veranschlagt. Nur in München liegen die Kosten höher. Dort wurden für eine Wohnung statistisch 882 Euro fällig und für ein Zimmer 849 Euro. 

Die Studie arbeitet mit standardisierten, fiktiven Musterwohnungen mit 30 Quadratmetern und 20 Quadratmeter großen WG-Zimmern, um Hochschulstandorte vergleichen zu können. 

Nur in Chemnitz reicht das Bafög fürs Wohnen

Die Bafög-Wohnkostenpauschale von derzeit 380 Euro reicht nach den Berechnungen für die Warmmiete einer studentischen Musterwohnung in Berlin bei weitem nicht aus. Selbst nach der geplanten Anhebung auf 440 Euro würde die Unterstützung deutlich unter den tatsächlichen Wohnkosten liegen. Bundesweit deckt die aktuelle Pauschale die Warmmiete einer Musterwohnung nur noch in Chemnitz. Dort werden für eine Wohnung rund 280 beziehungsweise für ein WG-Zimmer 220 Euro fällig.

Studenten mit eigener Haushaltsführung gaben 2025 laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich rund 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnen aus, mehr als doppelt so viel wie die Gesamtbevölkerung, berichten die Autoren der Studie. 

Der MLP Studentenwohnreport wird seit 2019 jährlich gemeinsam von MLP und dem Institut der deutschen Wirtschaft herausgegeben. Die Untersuchung erfasst demnach die Mietentwicklung auf Grundlage von Angebotsdaten an 38 Hochschulstandorten in Deutschland.

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