Statistik: Thüringen hat die meisten Einwohner verloren
In fast allen Bundesländern Deutschlands lebten Ende des vergangenen Jahres weniger Menschen. Besonders groß ist der Bevölkerungsrückgang in Thüringen
In den ostdeutschen Bundesländern war der Bevölkerungsrückgang größer als in den westdeutschen. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa
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Thüringen hat 2025 unter allen Bundesländern den stärksten Bevölkerungsrückgang verzeichnet. Ende des Jahres lebten dort nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 1,0 Prozent weniger Menschen als ein Jahr zuvor. Danach folgten Sachsen-Anhalt mit minus 0,7 Prozent und das Saarland mit minus 0,5 Prozent.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 wurden in Thüringen exakt 2.078.946 Menschen gezählt – 21.331 weniger als Ende 2024. Zum Vergleich: Am 31. Dezember 2016 waren es noch 2.158.128 Menschen, Ende 2021 noch 2.108.863 Menschen.
Zuwächse gab es nach Angaben der Statistiker nur in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern ging sie hingegen zurück oder blieb annähernd stabil. In den östlichen Bundesländern fiel der Rückgang mit minus 0,5 Prozent stärker aus als in den westlichen Bundesländern mit minus 0,1 Prozent.
110.000 Menschen weniger in Deutschland
Bundesweit lebten Ende 2025 rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, 110.000 weniger als ein Jahr zuvor. Das entsprach nach Angaben des Statistischen Bundesamts einem Rückgang um 0,1 Prozent. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen. 2025 sank sie nun erstmals seit 2020 wieder.
Der Grund: Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo – also die Differenz zwischen den Zu- und Fortzügen – von plus 430.000 auf 235.000 deutlich zurück.