Spatenstich in Halle: Zukunftszentrum nimmt Fahrt auf
Mit dem Umbau des Riebeckplatzes sind konkrete Bauarbeiten zur Entstehung des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit gestartet. Was hinter dem 277 Millionen-Euro-Projekt steckt.
Am Riebeckplatz in Halle soll das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen. Jetzt wurde der erste Spatenstich gesetzt.Jan Woitas/dpa
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In Halle haben die Umbaumaßnahmen für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation begonnen. Am traditionellen ersten Spatenstich am Riebeckplatz nahe dem Hauptbahnhof beteiligten sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser sowie Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister und SPD-Spitzenkandidat bei der kommenden Landtagswahl, Armin Willingmann.
„Mit dem heutigen Spatenstich wird sichtbar: Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation kommt“, sagte Klingbeil. Es solle ein Ort entstehen, der die Menschen zusammenbringe und die Erfahrungen der Menschen mit den Umbrüchen seit 1989 greifbar mache.
Inhaltlich soll das Zentrum auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern einerseits die Leistungen der Ostdeutschen nach der deutschen Einheit 1990 würdigen, andererseits Transformationsprozesse insgesamt beleuchten und nach Osteuropa blicken. Der Bauentwurf sieht ein 58 Meter hohes Gebäude mit einer transparenten, hellen Hülle aus Glas vor.
Der Baustart des Zukunftszentrums selbst ist für 2028 vorgesehen. Das Team des Zentrums um Geschäftsführer Holger Lemme und Programmdirektorin Uta Bretschneider hat aber bereits seine Arbeit aufgenommen und plant erste Projekte und Veranstaltungen, die schon vor der geplanten Fertigstellung des Baus 2032 stattfinden sollen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 277 Millionen Euro. Die Baukosten trägt der Bund. Ursprünglich waren 200 Millionen Euro veranschlagt worden.