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So sieht die Waldbrand-Bilanz 2026 für Sachsen-Anhalt aus

Die Waldbrandsaison ist noch nicht ganz zu Ende. Eine vorläufige Bilanz zeigt aber, wie sich die Zahl der Brände und der betroffenen Fläche entwickelt hat. Und wie es im Nationalpark Harz aussieht.

Von dpa

28.09.2026

Verkohlte Bäume stehen nach einem Waldbrand in einem Waldstück bei Wienrode. Dort brannte es am 27. Juni 2026. (Archivbild)Matthias Bein/dpa

Verkohlte Bäume stehen nach einem Waldbrand in einem Waldstück bei Wienrode. Dort brannte es am 27. Juni 2026. (Archivbild)Matthias Bein/dpa

© Matthias Bein/dpa

2026 ist in Sachsen-Anhalt kein besonders waldbrandreiches Jahr. Bis zum 23. September wurden 68 Waldbrände gezählt, wie das Landeszentrum Wald in Halberstadt auf Nachfrage mitteilte. Im Vorjahr waren es insgesamt 78 Brände gewesen, 2023 und 2024 hatten die Zahlen mit 54 und 37 deutlich darunter gelegen. Im Durchschnitt hatte es seit den 1990er Jahren jeweils 93 Waldbrände gegeben.

Mit Blick auf die betroffene Fläche liegt das Jahr 2026 über dem Schnitt der zurückliegenden 35 Jahre. Bislang seien 51,5 Hektar von Bränden betroffenen gewesen, davon 25,9 Hektar Waldfläche und 25,7 Hektar unbewaldete Fläche. Der langjährige Mittelwert liege bei 47 Hektar.

Die Zahlen sind noch vorläufig, wie es hieß. Denn zum einen läuft die Waldbrandsaison noch. Und auch danach könnten sich noch Brände ereignen. Eine vollständige Statistik könne erst Anfang 2027 erhoben werden.

Blick in den Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz hat laut einem Sprecher im laufenden Jahr nur einen einzigen Waldbrand auf sachsen-anhaltischer Seite verzeichnet, und zwar im Revier Ilsenburg. Die Brandfläche sei in der Statistik des Nationalparks mit 0,1 Hektar erfasst. In der Ortsrandlage Schierke habe es noch einen kleinen Vegetationsbrand gegeben, allerdings nur angrenzend an der Nationalparkgrenze. „Es war also im Nationalpark Harz zum Glück ein waldbrandarmes Jahr“, so der Sprecher. Er hoffe, dass es so bleibe. 

Eine Einsatzkraft der Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand im Harz. (Archivbild)Matthias Bein/dpa

Eine Einsatzkraft der Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand im Harz. (Archivbild)Matthias Bein/dpa

© Matthias Bein/dpa

Das waren die drei größten Brände 2026

1. Feldbrand im Bördekreis (Gröningen) am 9. August 2026, 17 Hektar Gesamtbrandfläche, davon 3,5 Hektar auf Waldflächen. Die Brandursache ist unbekannt.

2. Feldbrand im Burgenlandkreis (Nebra) am 28. Juni 2026, 10 Hektar Gesamtbrandfläche, davon 0,98 Hektar auf Waldflächen (Kirschbaumallee). Ursache waren landwirtschaftliche Erntearbeiten.

3. Waldbrand im Harzkreis (Wienrode) am 27. Juni 2026, 3,21 Hektar Gesamtbrandfläche, davon 3,21 Hektar auf Waldflächen. Die Brandursache ist unbekannt. 

Wo brannte es am häufigsten?

Mit Blick auf die Zahl der Brände lag der Harz mit 21 Brandereignissen vorn. Im Landkreis Wittenberg und im Landkreis Börde wurden jeweils zehn Brände registriert.

Und was sind die Brandursachen?

In den meisten Fällen bleibe die genaue Brandursache unbekannt, so das Landeszentrum Wald. In diesem Jahr gilt das beispielsweise für 36 der 68 Fälle. In 17 weiteren Fällen wurde Brandstiftung beziehungsweise Vorsatz als Ursache ermittelt. Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit war bei neun Bränden die Ursache. Insbesondere landwirtschaftliche Maschinen während der Getreideernte nennt das Landeszentrum Wald dabei als Brandursache. Und in sechs Fällen seien die Brände natürlichen Ursprungs gewesen, dazu zählten Blitzschläge, aber vor allem auch das Wiederaufflammen eines kürzlich gelöschten Brandes.

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