Senat, Bahn und Bezirk planen Erhalt der Görlitzer Brücken
Die vier Görlitzer Bahnbrücken zwischen Treptow und Kreuzberg sind marode und sollten gesperrt werden. Nun gibt es neue Pläne.
Die Görlitzer Bahnbrücken vom Görlitzer Park nach Treptow sollen nach neuen Plänen als Fuß- und Radwege erhalten bleiben. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa
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Die Görlitzer Bahnbrücken in Berlin sollen samt Rad- und Fußwegen erhalten bleiben - das planen der Senat, der Bezirk Treptow-Köpenick und die Deutsche Bahn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst soll demnach der Belag der Brücken beseitigt werden, Fachleute sollen dann den Zustand prüfen. Das Ziel sei, die Denkmale sachgerecht zu sichern und die Wege zu erhalten.
Bahn wollte Brücken wegen Schäden sperren
Für die Dauer der Beseitigung der Beläge und der Begutachtung durch Experten müssen die Brücken demnach gesperrt werden. Die denkmalgeschützten Brücken zwischen Görlitzer Park in Kreuzberg und Treptow gehören der Deutschen Bahn. Sie hatte einen Mietvertrag mit dem Bezirk Treptow-Köpenick zum 30. Juni gekündigt und wollte die Brücken danach wegen Schäden sperren. Die Brücken fingen an zu rosten.
Die Deutsche Bahn verwies auf Anfrage auf konstruktive Gespräche, ließ aber Details offen. „Deutsche Bahn, Senat und Bezirk befinden sich in Gesprächen über die Zukunft der Görlitzer Brücken“, teilte ein DB-Sprecher mit. „Diese laufen konstruktiv. Es werden unterschiedliche Modelle diskutiert. In diesem Zusammenhang müssen auch Fragen der Sanierung der Brücken und der daraus entstehenden Kosten geklärt werden.“
Brücken als Fuß- und Radwege
Die Brücken wurden ursprünglich als Eisenbahnüberführung für die Görlitzer Bahn genutzt. Die Strecke ist seit 1986 komplett außer Betrieb. Seit 1994 werden die Brücken als Mietobjekt durch den Bezirk Treptow-Köpenick als Fuß- und Radweg genutzt, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Verkehr auf eine Anfrage aus der SPD-Fraktion hervorgeht.