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Schüler protestieren in Brandenburg gegen den Wehrdienst

„Runter mit der Rüstung – hoch mit der Bildung“: Schüler gehen statt in den Unterricht auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen den Wehrdienst.

Von dpa

05.03.2026

Schülerinnen und Schüler gingen auch in brandenburgischen Städten gegen den Wehrdienst auf die Straße. (Symbolbild)Michael Kappeler/dpa

Schülerinnen und Schüler gingen auch in brandenburgischen Städten gegen den Wehrdienst auf die Straße. (Symbolbild)Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Hunderte junge Menschen haben sich in Brandenburg am bundesweiten Protest gegen den Wehrdienst beteiligt. Bei Demonstrationen in Potsdam und Cottbus riefen Schülerinnen und Schüler unter anderem „Runter mit der Rüstung - hoch mit der Bildung“ und „Nie wieder Wehrpflicht“. Die Aufzüge liefen entlang mehrerer Schulen. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen, die Polizei musste Straßen sperren. 

Auch in anderen Städten wie Brandenburg an der Havel, Falkensee und Neuruppin gab es Schüler-Demos. Das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ rief bundesweit zum Protest auf. Bereits im Dezember 2025 kam es zu Schüler-Demonstrationen.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) unterstützt die Proteste und berät auch Kriegsdienstverweigerer. Die Jugendorganisation der Partei in Brandenburg kritisierte, das Wehrdienstgesetz sei nichts anderes als eine „Wehrpflicht durch die Hintertür“. 

Fragebögen zum Wehrdienst verschickt

Das Gesetz ist seit Anfang des Jahres in Kraft. Alle Männer und Frauen, die vom 1. Januar an volljährig werden, erhalten in einem ersten Schritt einen Fragebogen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Mitte Januar wurden die ersten Fragebögen verschickt. Das Gesetz sieht eine verpflichtende Musterung für Männer vor.

Der Wehrdienst ist freiwillig. Sollten sich aber nicht genügend Freiwillige finden, kann über eine Reaktivierung der Wehrpflicht entschieden werden. Sie war 2011 ausgesetzt worden. 

Deutschland reagiert mit dem neuen Wehrdienst auf die Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele. So soll die aktive Truppe deutlich wachsen.

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