Schmierereien auf Schmidt-Grab - „geistloser Vandalismus“
Im Dezember 2023 wurde das Grab des früheren Bundeskanzlers und seiner Frau Loki in Hamburg-Ohlsdorf schon einmal beschmiert - nun wiederholte sich eine solche Tat. Die Stiftung findet klare Worte.
Unbekannte haben auf den Grabstein ein Hakenkreuz gesprüht.Christian Charisius/dpa
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Nachdem Unbekannte das Grab des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und seiner Frau Loki in Hamburg erneut mit Hakenkreuzen beschmiert hatten, haben mehrere Stiftungen die Tat als „geistlosen Vandalismus“ verurteilt. Die erschütternde Tat sei ein massiver Versuch, das Andenken der beiden zu beschädigen, teilte die Bundeskanzler Helmut Schmidt Stiftung - auch im Namen der Loki Schmidt Stiftung sowie der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung - mit.
„Sowohl Loki als auch Helmut Schmidt haben sich stets für Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung eingesetzt. Menschenverachtende Gewaltherrschaft und Antisemitismus lehnten sie entschieden ab.“
Nicht die erste Tat dieser Art
Polizisten hatten die orangefarbenen Schmierereien auf der Grabplatte auf dem Friedhof Ohlsdorf zunächst abgedeckt, wie ein Polizeisprecher am Sonntagabend sagte. Später übersprühten Beamte sie mit gelber Farbe. Diese Farbe sowie die Schmierereien sollen noch im Laufe des Tages von Steinmetzen entfernt werden, wie eine Friedhofsprecherin sagte.
Bereits im Dezember 2023 hatte es eine ähnliche Tat gegeben. „Es war die gleiche Grabplatte, die gleichen Hakenkreuze in der gleichen Farbe“, sagte der Sprecher. Der Staatsschutz ermittelt.
Helmut Schmidt (SPD) war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Er starb im November 2015, seine Ehefrau bereits 2010.
Am Grab hat die Polizei Absperrband gespannt. Christian Charisius/dpa
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Unter der gelben Farbe ist das Hakenkreuz zu erkennen. Christian Charisius/dpa
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Am Grab von Helmut und Loki Schmidt ist die Grabplatte beschmiert worden. (Archivbild) Markus Scholz/dpa
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