Scheinehen vermittelt? Neun Angeklagte vor Gericht
Eine mutmaßliche Bande soll jahrelang vietnamesischen Staatsangehörigen bei der Beschaffung von Aufenthaltstiteln geholfen haben. Vermittler hätten Gebühren zwischen 2.000 und 35.000 Euro kassiert.
Es geht um 16 Taten zwischen Februar 2016 und Dezember 2021. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa
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Weil sie Scheinehen und Vaterschaftsanerkennungen für vietnamesische Staatsangehörige vermittelt und damit rund 140.000 Euro erlangt haben sollen, kommen neun Angeklagte am Montag (9.30 Uhr) vor das Landgericht Berlin. Die Staatsanwaltschaft legt den 39- bis 74-Jährigen gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern zur Last.
Es geht um 16 Taten zwischen Februar 2016 und Dezember 2021. Die vietnamesischen Staatsbürgerinnen und Bürger sollen laut Ermittlungen eine Vermittlungsgebühr zwischen 2.000 und 35.000 Euro gezahlt haben, damit die mutmaßliche Bande ihnen einen Aufenthaltstitel in Deutschland verschafft. Angeklagte hätten ihnen deutsche Staatsangehörige gesucht, die gegen Geld mit einer Eheschließung oder einer Vaterschaftsanerkennung einverstanden gewesen seien. Für den Prozess sind sieben Tage vorgesehen.