Sächsische Klimastrategie soll im Herbst vorliegen
Trockenheit, Extremhitze, Niedrigwasser: Wie will Sachsen auf solche Folgen des Klimawandels reagieren? Eine neue Strategie soll Antworten liefern.
Wegen verklebter Schienen fuhr in Leipzig tagelang keine Straßenbahn. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa
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Die sächsische Landesregierung will im Herbst eine Strategie vorlegen, wie der Freistaat auf den Klimawandel reagiert. Die sogenannte Klimaanpassungsstrategie werde derzeit auf Arbeitsebene in den Ministerien abgestimmt. Im November solle sich das Kabinett damit befassen, kündigte Wirtschaftsminister Dirk Panter an. Zugleich forderte er Finanzmittel des Bundes für die Kommunen, die zum Beispiel Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen müssen.
„Wie wichtig Klimaschutz und auch Anpassungsmaßnahmen sind, haben wir nicht zuletzt in diesem Sommer wieder erlebt“, erklärte der SPD-Politiker. Ziel der Strategie sei es, Sachsen auf die klimatischen Veränderungen und deren Folgen vorzubereiten. Das betreffe die Bereiche Umwelt, Gesundheit, Wirtschaft, Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft sowie den Katastrophenschutz. Die Strategie definiere 13 Handlungsfelder.
Panter fordert Finanzmittel vom Bund
„Damit Klimaanpassungsmaßnahmen dann aber gerade auch in den Kommunen umgesetzt werden können, brauchen wir eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung und möglichst eine Umsetzung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern“, so Panter. Klimaanpassung sei eine gemeinsame Zukunftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.
Trockenheit und Hitze haben Sachsen in diesem Jahr zugesetzt. Die Flüsse führten wochenlang Niedrigwasser, Fähren und Schiffe konnten nicht fahren. Die für die Trinkwasserversorgung wichtigen Talsperren blieben teilweise hinter ihren Stauzielen zurück.
In Leipzig weichte extreme Hitze Ende Juni die Fugenmasse an den Straßenbahnschienen auf. Tagelang fuhr keine Bahn. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass es bislang in Sachsen rund 560 hitzebedingte Todesfälle gegeben hat.