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Sachsen digitalisiert fünf Amtsgänge bis Mitte 2027

Wer in Sachsen umzieht, kann sich künftig überall im Freistaat digital ummelden. Bis wann dieses und weitere Angebote verfügbar sein sollen.

Von dpa

22.10.2026

In jeder sächsischen Kommune sollen bis kommenden Sommer Behördengänge wie die Wohnsitzanmeldung digital möglich sein. (Symbolbild)Finn Winkler/dpa

In jeder sächsischen Kommune sollen bis kommenden Sommer Behördengänge wie die Wohnsitzanmeldung digital möglich sein. (Symbolbild)Finn Winkler/dpa

© Finn Winkler/dpa

Anträge von zu Hause aus stellen statt Warten auf dem Amt: Sachsenweit soll die Verwaltung digitaler werden. Dazu hat der Freistaat eine Vereinbarung mit dem Bund unterzeichnet, wie die Staatskanzlei mitteilte. Bis zum 30. Juni 2027 sollen demnach fünf Verwaltungsleistungen in allen sächsischen Kommunen vollständig digital zur Verfügung stehen: die Wohnsitzanmeldung, das Antragsverfahren für waffenrechtliche Erlaubnisse und Umgang mit Waffen sowie die Verfahren zu Aufenthaltstitel, Verpflichtungserklärung und Einbürgerung.

„Wer zukünftig zum Beispiel umzieht, kann den Antrag überall in Sachsen digital stellen, ohne Papierformulare, ohne Behördengang und ohne Medienbruch“, sagte der Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). „Das spart Zeit und entlastet die Verwaltung vor Ort.“ Unter Medienbruch versteht man den Wechsel des Mediums bei einem Verwaltungsvorgang, etwa das Ausdrucken von Onlineformularen.

Das Bundesdigitalministerium übernimmt die strategische Steuerung des Projekts, während die sächsische Staatskanzlei die Umsetzung im Freistaat koordiniert. Mit der technischen Integration in den Kommunen ist ein vom Bund beauftragter und finanzierter Dienstleister zuständig.

„Digitalisierung gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Andreas Handschuh, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, laut Mitteilung. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bund schaffe man ein zusätzliches Unterstützungsangebot neben bestehenden Förderung.