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SPD-Minister eröffnen in Potsdam gemeinsames Wahlkreisbüro

Zwei Abgeordnete, ein Wahlkreisbüro: Die SPD-Minister Crumbach und Schüle wollen mitten in der Innenstadt einen engen Draht zu den Bürgern suchen - und setzen auf eine gemeinsame Anlaufstelle.

Von dpa

14.08.2026

Gemeinsam beim Baumpflanzen: Die beiden SPD-Politiker, Kulturministerin Manja Schüle und Infrastrukturminister Robert Crumbach, verstehen sich gut. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa

Gemeinsam beim Baumpflanzen: Die beiden SPD-Politiker, Kulturministerin Manja Schüle und Infrastrukturminister Robert Crumbach, verstehen sich gut. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Neue Politiker-WG: Die SPD-Landtagsabgeordneten und Regierungsmitglieder Robert Crumbach und Manja Schüle teilen sich jetzt ein Wahlkreisbüro mitten in der Potsdamer Innenstadt. Es soll eine gemeinsame Anlaufstelle sein, an der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen Gehör finden, wie beide sagten.

Schüle: Müssen sichtbar und ansprechbar sein

„Wir müssen mitten reingehen und sichtbar sein und ansprechbar sein“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Schüle bei der Eröffnung des Wahlkreisbüros in der Friedrich-Ebert-Straße. Auch ihr „Mitbewohner“ Crumbach, Brandenburgs Verkehrs- und Bauminister, sagte, es gehe darum, mit den Bürgern zu reden, sonst lasse sich keine vernünftige Politik machen. 

Crumbach hatte nach seinem Wechsel vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zurück zur SPD ein neues Wahlkreisbüro gesucht. „Ich will in die Fußgängerzone, ich will irgendwo hin, wo die Straßenbahn lang fährt“, habe er sich gesagt. Auch Schüle zog dann von ihrem Büro im weiter entfernt vom Zentrum gelegenen Regine-Hildebrandt-Haus - auch Sitz des SPD-Landesverbandes - gleich mit in die Innenstadt. 

Crumbach: Klarer Kompass wichtig

Crumbach sagte: „Ich glaube, wir müssen den Leuten tatsächlich jeden Tag zuhören und jeden Tag den Kontrollgedanken im Kopf haben: Ist das, was wir an Politik machen, für Menschen, die arbeiten, die nicht so super viel Geld verdienen (...), ist das das, was die gut finden? Ist das das, was die brauchen?“

Zur aktuellen Debatte um die Führungsstruktur in der Bundespartei und zu schlechten Umfragewerten meinte er auch: „Manchmal muss man durch eine Durststrecke durch.“ Aber das Wichtige sei, dass die SPD das mit einem klaren Kompass mache und die Interessen der arbeitenden Bevölkerung in den Vordergrund stelle.

Das Wahlkreisbüro ist auch ein Ort für Kunst. Den Auftakt machen die Potsdamer Künstler Martin Mehlitz und Marcus Golter mit einer Porträt-Ausstellung.

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